
Liebe Leserin, lieber Leser –
Offenheit: Wessen Geschichten erzählt die Oper, wer hat Zugang zu ihnen? Können sich Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund hier willkommen fühlen? Wichtige Fragen, gestellt von unserer Titelkünstlerin Jeanine De Bique. Daneben kann sich Offenheit auch auf das Repertoire beziehen: das russische etwa, das hierzulande meist aus wenig mehr als Tschaikowsky besteht. Der Zürcher GMD Gianandrea Noseda, seit Lehrjahren in St. Petersburg ein Liebhaber und Kenner der russischen Opernliteratur, möchte das ändern und bringt im Herbst gleich drei Kurzopern von Sergej Rachmaninow an einem Abend auf die Bühne. Aber bei Offenheit geht es nicht nur um das Kunstwerk Oper, sondern auch um den Ort: So versucht die Bayerische Staatsoper mit den Apollon Foyers Menschen anzulocken, die vielleicht erst einmal gar nicht an der Musik interessiert sind, aber das Haus dennoch auch als „ihres“ kennenlernen können. Und schließlich kann Offenheit auch Wiedereröffnung heißen: etwa in der Domstadt am Rhein, wo der Ort Oper 14 lange Jahre ein Provisorium war. Nun endlich spielt die Oper Köln wieder in ihrem sanierten Stammhaus. Wir werfen einen Blick zurück und sprachen mit Ensemblemitgliedern.




