Oligarchenkämpfe
Die Frankfurter Oper zeigt Tschaikowskys blutrünstigen Mazeppa als brutalen Machtkampf in einem korrupten System. Gut inszeniert und gesungen, doch was genau soll man von dieser trostlosen Geschichte eigentlich mitnehmen?
Die Frankfurter Oper zeigt Tschaikowskys blutrünstigen Mazeppa als brutalen Machtkampf in einem korrupten System. Gut inszeniert und gesungen, doch was genau soll man von dieser trostlosen Geschichte eigentlich mitnehmen?
Tobias Kratzer riskiert zu Beginn seiner zweiten Hamburger Spielzeit ein beliebtes Repertoire-Stück. Seine Macbeth-Inszenierung stellt sich einer großen Frage, bleibt aber die Antwort schuldig.
Roland Schwab zeigt Pique Dame in Hannover als zynisches Spiel der besseren Gesellschaft – in starken Bildern, deren Assoziationen bis zu Bunga Bunga und Epstein reichen. Doch wer ist hier eigentlich der Falschspieler: der Aufsteiger oder die, die ihn hereinlegen?
Konzert und Theater St. Gallen eröffnen die Saison mit einer französisch-deutschen Neuinszenierung von Offenbachs Les contes d’Hoffmann. In der Titelpartie: der als „Weltstar“ angekündigte Rolando Villazón, der der Rolle aber kaum mehr gewachsen scheint.
In der Wiederaufnahme von Don Giovanni in Covent Garden gibt Aigul Akhmetshina ihr Rollendebüt als Donna Elvira – nicht nur zur Freude. Auch sonst lässt der Abend einige Fragen offen, nur ein Überraschungssieger räumt ab.
Mit Le siège de Corinth bot das Rossini Opera Festival in Pesaro dieses Jahr nur eine Neuinszenierung – und die war eher solide als herausragend. Woran lag’s?
Als Birgit Nilsson 2005 starb, hinterließ sie eine finanziell gut ausgestattete Stiftung zur Auszeichnung etablierter wie auch zur Förderung aufstrebender Talente. Die diesjährige Feier zum Andenken an die Sopran-Legende war ein besonderer Jahrgang. Hier erfahren Sie, warum.
Wenig Förderung, viel Risiko – die Versuchung ist groß, auf Bekanntes zu setzen. Doch die britischen Landhaus-Opern bespielen beherzt auch die Nischen. Wir waren unterwegs und haben uns umgeschaut, wo man in diesem Sommer Besonderes erleben konnte.
So schade wäre es gewesen, wenn nicht! Sechs Jahre nach der Covid-Strichfassung holen die Salzburger Festspiele Christof Loys komplette Così fan tutte nach. Das Ergebnis zeigt, warum das richtig ist.
Das Werk erfordert Arbeit, auch vom Zuschauer: Messiaens Saint François d’Assise. Doch die lohnt! Dafür sorgen in dieser Produktion der Salzburger Festspiele Philippe Sly als herausragender Titelinterpret, aber auch Dirigent Maxime Pascal und Regisseur Romeo Castellucci.
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