Teufelspakt in Technicolor
Regisseur Thaddeus Strassberger trägt dick auf in seinem neuen Faust für Liège, nicht immer mit viel Zusatznutzen. Musikalisch erfreulich: John Osborn in der Titelpartie.
Regisseur Thaddeus Strassberger trägt dick auf in seinem neuen Faust für Liège, nicht immer mit viel Zusatznutzen. Musikalisch erfreulich: John Osborn in der Titelpartie.
An sich ein etwas sperriges Musiktheaterstück, hat Der goldene Drache von Peter Eötvös mittlerweile seinen Platz im modernen Kanon gefunden. In Hagen tischt man es punktgenau zubereitet und nah am Publikum auf.
Anna Netrebkos erster Auftritt in Covent Garden seit sechs Jahren wurde zum politischen Aufreger. Die Premiere von Tosca blieb davon allerdings unberührt.
Gesang und Dirigat – alles von einheimischen Kräften. Und die machen auch einigermaßen wieder wett, was die Inszenierung dieser Tosca am Teatro La Fenice verschenkt.
Die Boomer hatten Glück: Glück, am Anfang eines langen Aufschwungs geboren worden zu sein; und Glück, von dessen ungemütlichem Ende wohl nicht mehr allzu viel mitzuerleben. So sieht es Ted Huffman in seiner Inszenierung von We Are the Lucky Ones bei der Ruhrtriennale.
Wiederentdeckt und ausgegraben wird ja mittlerweile vieles im Musiktheater. Selten lohnt es sich so sehr wie bei diesem Pompeo Magno von Francesco Cavalli beim Festival Bayreuth Baroque.
Das Copenhagen Opera Festival bietet Musiktheater für alle und in unterschiedlichsten Formaten. Dass dabei nicht alles gelingen kann, nimmt man gerne in Kauf.
Intendant und Regisseur Ivon Van Hove beginnt die diesjährige Ruhrtriennale mit der Uraufführung von I Did It My Way – einem Stück, inspiriert von Frank Sinatra und Nina Simone, das Gleichberechtigung und Selbstfindung zum Thema macht.
Raphaël Pichon kreiert bei den Salzburger Festspielen eine „semiszenische Neuproduktion“ aus Mozart-Bruchstücken, vor allem dem unvollendeten Singspiel Zaide. Sie wird musikalisch belebt von einem Furor, der szenisch ins Ungefähre zielt.
Drag, Camp, Flitter und Fummel – Regisseurin Rosetta Cucchi legt sich ins Zeug für diese Italiana in Algeri in Pesaro. Anarchischer Humor steigt aber eher aus dem Orchestergraben auf.
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