Mit dem Bären in die Puppenstube
Laurence Dales Produktion von La cambiale di matrimonio aus der Covid-Ära ist erneut in Pesaro zu sehen. Einigermaßen kurzweilig wird sie durch schmucke Ausstattung und Mattia Olivieris Talent für Komik.
Laurence Dales Produktion von La cambiale di matrimonio aus der Covid-Ära ist erneut in Pesaro zu sehen. Einigermaßen kurzweilig wird sie durch schmucke Ausstattung und Mattia Olivieris Talent für Komik.
Die Handlung ist abstrus, die Regie stellt zusätzliche Fallen: Zum Renner wird Rossinis selten gespielte Zelmira wohl auch mit dieser Produktion in Pesaro nicht. Dafür glänzt Anastasia Bartoli mit echten Primadonnen-Qualitäten.
Peter Eötvös’ Opernfassung von Tschechows Drei Schwestern wird bei den Salzburger Festspielen zu einem Drama von Beckett‘schem Ausmaß.
Als Opernschöpfer ist Georg Philipp Telemann heute fast vergessen. Zu Unrecht, wie diese Ausgrabung seines Orpheus am historischen Schlosstheater Drottningholm zeigt.
Etwas Schlagseite zur Schwarzweißmalerei zeigt Ulrich Rasches Inszenierung von Maria Stuarda für die Salzburger Festspiele schon. Aber Titelinterpretin Lisette Oropesa macht das Stück zum Ereignis.
Nicht in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov findet dieser Giulio Cesare in Egitto zu seinem Kern. Er offenbart sich in der Musik, wie Dirigentin Emmanuelle Haïm und der herausragende Cast sie beschwören.
Die englischen Landhausopern bemühen sich nach Kräften, auch in einem schwieriger gewordenen Umfeld gut zu arbeiten. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Ein Überblick über den Sommer 2025.
Dasselbe Regieteam wie vor über 30 Jahren, doch wo damals Aufbruchstimmung produziert wurde, hinterlässt One Morning Turns Into an Eternity, Auftaktopernpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele, Ratlosigkeit. An den Sängerinnen liegt das nicht.
Betont apolitisch versucht sich Matthias Davids an den Meistersingern von Nürnberg. Ein wenig widersetzt sich das Stück diesem Zugriff, dennoch eine Regie mit Witz, viel Farbe und großartigen Sängern.
Mit Gabriel Faurés Pénélope enden die Münchner Opernfestspiele. Ein Triumph für die junge Mezzosopranistin Victoria Karkacheva und die Dirigentin Susanna Mälkki – und ein spätes Debüt für Regielegende Andrea Breth, die auf bildungsbürgerliche Pointen setzt.
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