Gefährlich schön! Wenn Melodie Angst macht
Viele große Häuser meiden heute Werke, die das Publikum ohne Umwege erreichen – aus Angst vor Sentiment, Süffigkeit, Zugänglichkeit. Ein Blick auf ein seltsam deutsches Misstrauen.
Viele große Häuser meiden heute Werke, die das Publikum ohne Umwege erreichen – aus Angst vor Sentiment, Süffigkeit, Zugänglichkeit. Ein Blick auf ein seltsam deutsches Misstrauen.
Die tiefste aller Frauenstimmen galt einst als Inbegriff sinnlicher Autorität. Heute ist der Kontra-Alt in der Oper fast verschwunden. Ein Blick auf ein Stimmfach, das mehr über unsere Vorstellungen von Gender und Sex verrät, als man denkt.
Der Rosenkavalier-Stummfilm ist eine kleine Sensation: eine erweiterte, rein sinfonische Partitur des Meisters, ein Kinoexperiment am Vorabend des Tonfilms – und ein nahezu versunkenes Juwel, das sein 100. Jubiläum feiert.
Berlioz’ Benvenuto Cellini ist ein Füllhorn an Exzessen – und der Regisseur Thaddeus Strassberger begegnet ihm mit einer Ästhetik der radikalen Überfülle für seine Brüsseler Inszenierung.
Im selben Zeitraum wie dem der Bekanntgabe der Nobelpreisträger wurde im Oktober 2025 im Konzerthaus Stockholm das Festival d’Aix-en-Provence mit dem Birgit Nilsson Prize ausgezeichnet.
Das gute alte Pasticcio schien schon fast ausgestorben zu sein. Doch auf der Suche nach Neuem finden Opernhäuser und Festivals zunehmend wieder Gefallen an der vermeintlich überkommenen Form.
indbad, the Omani Sailor am Royal Opera House Muscat ist der Versuch einer Art Nationaloper. Die Produktion ist ein Wendepunkt in der Geschichte des vor rund 15 Jahren eröffneten Hauses – und ein Beleg dafür, dass die Oper in der Golfregion eine Zukunft hat.
An der Semperoper Dresden findet Anfang Dezember die Premiere von Hans Abrahamsens The Snow Queen statt. Vorab spricht Regisseur Immo Karaman über die Besonderheit, einen modernen Märchenstoff auf die Bühne zu bringen.
Die Oper ist längst divers, niederschwelliger und inklusiv. Doch beim Versuch, auch künftig ihr Publikum zu erreichen, verrät sie mitunter ihre Ideale. Ein Appell für mehr Idealismus, Weitsicht, Mut einer Kunstform, die immer noch viel zu erzählen hat.
Auf stolze 2.500 Jahre Stadtgeschichte kann Neapel in diesem Jahr zurückblicken. Ein Jubiläum, das auch am Teatro di San Carlo gefeiert wird, der ältesten bis heute bespielten Opernbühne der Welt.
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