Mit Das Wunder der Heliane gelingt dem Aalto-Musiktheater Essen eine programmatisch mutige und musikalisch rauschhafte Spielzeiteröffnung. Regisseurin Elisabeth Stöppler überträgt das Mystische der Handlung in eine Zeit, die der unseren verstörend nahe ist.
Von Helge Kreisköther
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Das Wunder der Heliane, das Korngold selbst für die beste seiner fünf Opernkompositionen hielt, ist eine echte Herausforderung fürs Regietheater und, angesichts der gigantischen Besetzungsliste, musikalisch mindestens ebenso schwer umzusetzen. Das Libretto zu diesem veritablen Wunder, das uns mit einer zweifachen Auferstehung eine ganze Menge Religionskitsch zumutet, basiert auf einem expressionistischen Drama von Hans Kaltneker. „Mysterium für Musik“ lautete dessen originale Bezeichnung, insofern war eine Vertonung eigentlich nur eine Frage der Zeit.
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