Der Tenor Cyrille Dubois hat sich einen Namen gemacht als Spezialist für Raritäten. Im Interview spricht er über die Besonderheit eines ténor de grace, den Link zwischen den Generationen und über seine anstehenden Projekte.
Interview: Eleonore Büning
Sie sind der neugierigste Tenor ever: ein wahrer Spezialist für Wiederauferstehung. Sie reanimieren vergessenes, verloren gegangenes Repertoire, unbekannte Barockopern, verschüttete Operettenarien, Belcanto-Raritäten. Oder Sie entdecken einen Komponisten des 20. Jahrhunderts, mit dem auf dem Musikmarkt kein Blumentopf zu gewinnen ist. Was treibt Sie an?
Das hat, glaube ich, damit zu tun, dass ich meine ersten Erfahrungen als Knabensopran gemacht habe. Mit sieben kam ich an die Maîtrise de Caen, da wurden wir großartig gefördert! Einen halben Tag lang hatten wir Chorprobe, in der zweiten Tageshälfte gingen wir ganz normal zur Schule. Im Alter von zehn bis 14 Jahren gaben wir jede Woche ein Konzert. Dafür wurde Woche für Woche neues, unbekanntes Repertoire einstudiert. So etwas prägt! Den Appetit auf das Unbekannte habe ich bis heute nicht verloren.
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