Aufführungen international

Chowanschtschina

Russland gestern und heute

"Chowanschtschina", Osterfestspiele Salzburg

Modest Mussorgskys Chowanschtschina bei den Osterfestspielen Salzburg gelingt im zeitlosen Setting von Rebecca Ringst nicht zuletzt musikalisch dank herausragender Sängerinnen und Sänger und dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Esa-Pekka Salonen.

Bovary

Kammerspiel der Antiheldin

"Bovary", La Monnaie / De Munt, Brüssel

Eine Sympathieträgerin ist Gustave Flauberts Emma Bovary nicht unbedingt. Fürs Musiktheater ist das freilich kein Hindernis. Die neue Oper von Harold Noben hat durchaus Potenzial.

Die Passagierin

Wider das Vergessen

"Die Passagierin", Theater Krefeld

Zum 75. Jubiläum der Theatergemeinschaft von Krefeld und Mönchengladbach gibt es schwere Kost: Mieczysław Weinbergs Holocaust-Oper Die Passagierin – überzeugend inszeniert, toll gesungen und gespielt.

Norma

Lange, lange, lange Melodien

"Norma", Staatsoper Berlin

Wer ist die „richtige“ Norma? Die Staatsoper Unter den Linden zeigt zu den Festtagen die Wiener Neuinszenierung von Vasily Barkhatov in neuer Besetzung, mit Rachel Willis-Sørensen in der Titelrolle.

I grotteschi

Der Monteverdi-Mash

"I grotteschi", La Monnaie / De Munt, Brüssel

Über- und Umschreibungen von Opern wie I grotteschi am Brüsseler La Monnaie / De Munt sind im Schwange. Das zeitigt manchmal interessante Ergebnisse – oder ruft ein Verlangen nach dem Original hervor.

Madama Butterfly

So schön ist Japan!

"Madama Butterfly", Osterferstspiele Baden-Baden

Einen neuen interpretatorischen Ansatz hatte Davide Livermore für Madama Butterfly in Baden-Baden in Aussicht gestellt. Der machte dann zwar einen eher geläufigen Eindruck, war aber schön anzusehen.

Das schlaue Füchslein

Und ewig kreist die Drehbühne

"Das schlaue Füchslein", Theater Münster

Münster macht derzeit eher mit Personaltheater von sich reden. Theater im eigentlichen Sinne wird dort aber auch noch gespielt: Mit Janáčeks Das schlaue Füchslein widmet man sich einem Stoff, der vordergründig idyllisch, im Grunde genommen aber höchst tiefgründig ist.

Tristan und Isolde

Die Tropfen aus der Flasche

"Tristan und Isolde", Staatstheater Meiningen

Liebestod? Vielleicht. Verena Stoibers Meininger Tristan und Isolde-Inszenierung lässt zumindest der Protagonistin eine pragmatische Option offen. Gesungen wird dazu meistenteils sehr erfreulich.

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