Les contes d’Hoffmann am Staatstheater Wiesbaden: optisch prall, schön gesungen und zur Abwechslung mit einem versöhnlichen Schluss. Wird’s doch noch was mit der Dichterkarriere?
Von Bernd Zegowitz
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Der Dichter, nennen wir ihn Hoffmann, ist ziemlich heruntergekommen. Er sitzt am Rande eines Jahrmarkts und bietet seine Dienste an. Für drei Euro macht er aus drei Worten ein Gedicht. Dafür legt er Papier in die Schreibmaschine, die auf einer leeren Weinkiste steht, hackt ein paar Verse rein, die den Auftraggebern aber eher selten gefallen. Nicht einmal das kann er mehr. Vielleicht hat er früher Romane geschrieben oder Erzählungen oder auch Operntexte, doch die Zeiten sind lange vorbei. Ein wenig Aufmerksamkeit bräuchte er und billigen Schnaps, vielleicht küsst ihn ja irgendwann wieder die Muse.
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