Ihre Stimme bezeichnet Regula Mühlemann als lyrisch – und muss sich ihr Repertoire dementsprechend vorsichtig aussuchen. Nun steht ihre erste Lucia di Lammermoor an, am Theater Basel. Wo die Herausforderungen der Partie liegen, erzählt sie im Interview – und spricht außerdem über Angstreaktionen in der Oper, Abende in der Kneipe und Tränen auf der Bühne.
Interview: Kai Luehrs-Kaiser
In Basel debütieren Sie in der Titelrolle von Lucia di Lammermoor. Angesichts der Schwierigkeit und Dramatik dieser Partie könnte man sich fragen: warum? Oder stellt sich die Frage nicht?
Sie stellt sich nicht mehr. Bei jedem Weg, den wir Sängerinnen gehen, weiß man anfangs nicht, wo er hinführt. Lange Zeit war Mozart für mich der maßgebliche Komponist. Erst die leichteren lyrischen Rollen, wie Pamina oder Susanna, dann auch schwerere wie Konstanze. Der nächste Schritt wäre Fiordiligi. In diese Lücke oder diesen Übergang, denke ich, passt der Belcanto sehr gut.
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