Aufführungen international

La forza del destino

Krieg ist die (Papp-)Hölle

"La forza del destino" / "L'avenir nous le dira" / "7 minuti", Opéra national de Lyon

Mutig in die Zukunft sollte es gehen, beim Opernfestival in Lyon. Stattdessen kramt Ersan Mondtags Neuinszenierung von Verdis Forza del destino in Kriegserinnerungen. Und Giorgio Battistellis Lehrstück 7 minuti und auch die Uraufführung einer Kinderoper von Diana Soh verlassen nicht den begrenzten Zirkel der Lokalpolitik.

Guillaume Tell

Volltreffer in Lüttich

"Guillaume Tell", Opéra Royal de Wallonie-Liège

Wie der Schweizer Freiheitskämpfer beim berühmten Apfelschuss, so traf auch diese Inszenierung von Rossinis Guillaume Tell an der Opéra Royal de Wallonie voll ihr Ziel.

Eugen Onegin

Der Gärtner ist immer dabei

"Eugen Onegin", Opéra national de Lorraine, Nancy

Die Regieeinfälle in diesem Eugen Onegin an der Opéra national de Lorraine in Nancy gehen nicht unbedingt auf. Umso mehr überzeugt dafür die junge, stimmschöne Besetzung.

Turandot

Zurück auf Los

"Turandot", Theater Basel

Das großartige Ensemble liefert im Theater Basel mehr als nur eine fulminante Turandot – denn die chinesische Prinzessin stirbt wie Manon Lescaut in der Wüste.

Der Schmied von Gent

Nach Golde drängt, am Golde hängt…

"Der Schmied von Gent", Nationaltheater Mannheim

Zwischen Kolonialismuskritik, Gruseltheater und Volksmärchen balanciert Ersan Mondtag Franz Schrekers Der Schmied von Gent. Ursprünglich für Opera Ballet Vlaanderen inszeniert, funktioniert das auch am Nationaltheater Mannheim.

Pelléas et Mélisande

Stimmzauber auf weitem Feld

"Pelléas et Mélisande", Opéra national de Paris (Bastille)

Mit nahezu perfektem Cast wartet die Pariser Neuinszenierung von Pelléas et Mélisande auf. Wenn nur die Opéra Bastille nicht etwas zu überdimensioniert für das fast kammermusikalische Werk wäre.

An die Wäsche oder auf den Thron

An die Wäsche oder auf den Thron

"Agrippina", Opernhaus Zürich

Männer wollen Sex, Frauen wollen Macht – und gehen dabei zielsicherer vor als das starke Geschlecht, wenigstens in Händels Agrippina. So sieht jedenfalls Jetske Mijnssen das Werk am Opernhaus Zürich.

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