Dunkelschwarz
Was soll ein Gott, der einen in den Himmel holt, wenn man das Wichtigste, Beste, Schönste verloren hat? Am Opernhaus Zürich zeigt Evgeny Titov L’Orfeo als existenzielles Märchen in tiefstem Dunkelschwarz.
Was soll ein Gott, der einen in den Himmel holt, wenn man das Wichtigste, Beste, Schönste verloren hat? Am Opernhaus Zürich zeigt Evgeny Titov L’Orfeo als existenzielles Märchen in tiefstem Dunkelschwarz.
Cecilia Bartoli macht sich die Salzburger Pfingstfestspiele wie sie ihr gefallen und singt erstmals szenisch den Sesto in Mozarts La clemenza di Tito. Stimmlich durchaus bestrickend, kommt dieses Debut noch eben zur rechten Zeit.
Weder die Darsteller noch die einfallsreiche Regie der Gruppe Señor Serrano können Tenorio, der neuesten Oper des spanischen Komponisten Tomás Marco, den nötigen dramatischen Schwung verleihen.
Ludger Vollmer mixt für seine Uraufführung nach Thomas Manns Buddenbrooks in der Oper Kiel reichlich viele Stilzitate zusammen. Zu viele.
An der Staatsoper Stuttgart hat Ulrike Schwab Brechts und Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny aus Sicht der beiden Protagonistinnen inszeniert. Cornelius Meister dirigiert die opulent ausgestattete Opernrevue.
In Saarbrücken wendet der japanische Regisseur Tomo Sugao Mozarts Entführung aus dem Serail nach Fernost. Zwischen Maid-Café und Hello Kitty umschifft er so geschickt fragwürdige Türkenklischees.
Am Theater Dortmund vollendet Peter Konwitschny seine Ring-Inszenierung mit einem fröhlich-bösen Rheingold. Im nächsten Jahr gibt es den gesamten bestürzenden Zyklus, von hinten nach vorne gelesen.
Ein in jeglicher Hinsicht grandioser Auftakt der Dresdner Musikfestspiele: die historisch informierte, konzertante Walküre unter Kent Nagano.
Für Antonio Vivaldis Giustino hat das Luzerner Theater 40 Mitwirkende aus der Stadt engagiert. Die Inszenierung ist aber nicht nur eine lokale Attraktion.
Inszenierungen von Gioacchino Rossinis Oper über den Mythos der Urschweiz scheinen in diesem Land ein Ding der Unmöglichkeit – Guillaume Tell schießt im Theater St. Gallen auf den Menschenverstand des Publikums.
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