Ein Plädoyer für die missbrauchte Natur
Andreas Kriegenburg zeigt in Göteborg den widerständigen Charakter von Jean-Philippe Rameaus Ballettoper Platée. Paul Agnew sorgt dazu für plastischen Barockklang.
Andreas Kriegenburg zeigt in Göteborg den widerständigen Charakter von Jean-Philippe Rameaus Ballettoper Platée. Paul Agnew sorgt dazu für plastischen Barockklang.
Beim Opern-Festival in Lyon dominieren eine rundum gelungene Pique Dame und La fanciulla del West den Beginn, zum Finale gibt es die Uraufführung der Kammeroper Otages (Geiseln).
Ein Duell der Operndiven im Poulenc-Schönberg-Doppelpack am Teatro Real in Madrid, nebst einem weniger gelungenen Zwischenstück, das sich am Filmschaffen von Pedro Almodóvar orientiert.
Konzeption, Abstraktion, Pathos. Eine gemischte und dennoch starke Ausgabe des Opera Forward Festivals in Amsterdam
Nicht jede Wiederentdeckung eines marginalisierten Komponisten hält, was heutige Diskurse versprechen. Aus Joseph Bolognes L’amant anonyme aber macht das Aalto-Theater Essen ebenso schönes wie intelligentes Musiktheater.
Immo Karaman versucht sich in Verdis Il trovatore an der Staatsoper Hamburg erfolglos an Schockfeuern. Dabei ist seine Inszenierung an sich völlig bieder
An der Staatsoper Stuttgart feiert das Publikum die neue Oper des Österreichers Bernhard Lang, zu der Frank Witzel das Libretto geschrieben hat. Dora ist ein ebenso scharfsinniges wie sinnliches Bühnenspiel zwischen Faust-Parodie und Gesellschaftssatire.
Erschreckend aktuell, wie Claudio Monteverdi in seiner Incoronazione di Poppea das Wesen der Macht und des fatalen Dranges danach gestaltete. Das machen am Theater Basel Christoph Marthaler und Laurence Cummings beeindruckend deutlich.
Inszenatorisch ist der neue Lohengrin an der Opéra national du Rhin in Straßburg eher mittelprächtig. Aufmerken lässt aber das Debüt von Michael Spyres in der Titelpartie, der sich hiermit offiziell als Wagner-Sänger ganz eigenen Zuschnitts empfiehlt.
Das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen präsentiert mit Tschaikowskys Iolanta und Strawinskys Le rossignol zwei historisch nahe, doch musikalisch grundverschiedene Werke. Was sie verbindet, ist der Verdacht, unter den die Inszenierung ihren glücklichen Ausgang stellt.
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