Neuer Anlauf für Carmen in Covent Garden
Am Royal Opera House in London hat Carmen Premiere – wieder einmal. Deren Reiz rührt jedoch weniger von Damiano Michielettos Inszenierung als von Aigul Akhmetshina in der Titelpartie.
Am Royal Opera House in London hat Carmen Premiere – wieder einmal. Deren Reiz rührt jedoch weniger von Damiano Michielettos Inszenierung als von Aigul Akhmetshina in der Titelpartie.
Irina Brook assoziiert Puccinis La rondine an der Mailänder Scala mit Revuefilmen, enttarnt aber auch das Manipulative solcher Tagträume.
An der Volksoper Wien pfuscht Regisseurin Lotte de Beer Giacomo Puccini ins Handwerk und ließ Dirigenten Alexander Joel für La rondine extra ein neues Finale komponieren. Überzeugen kann der Abend aber weder szenisch noch musikalisch.
Am Opernhaus Zürich macht sich das Chef-Team an Carmen: Regisseur Andreas Homoki schickt einen Naivling auf den Weg von der Uraufführungszeit ins Heute, Gianandrea Noseda lässt es dazu aus dem Graben zunehmend krachen.
Dvořák mit Wagner-Anklang beschwört GMD Stefan Veselka am Pult der ersten Regensburger Rusalka seit mehr als acht Jahrzehnten. Das Warten hat sich gelohnt.
Mit 237 Jahren Verspätung kommt Antonio Salieris Kublai Khan in Wien auf die Bühne. Dank der übersteuerten Regie bleibt allerdings auch weiterhin unklar, was das Werk musikalisch eigentlich kann.
Unter dem Titel Rivoluzione e Nostalgia präsentiert in Brüssel La Monnaie / De Munt eine post-revolutionäre Collage aus frühen Verdi-Opern. Die funktioniert dramatisch wie musikalisch erstaunlich gut.
Das Haus mag in der Krise stecken, der gelungenen Rheingold-Inszenierung von Jürgen R. Weber am Theater Erfurt merkte man dies nicht an – sie überzeugt mit nur wenigen Abstrichen.
Immer mal wieder gespielt, ohne wirklich im Repertoire anzukommen: Die Wahl von La Gioconda für die Salzburger Osterfestspiele war, zumindest musikalisch, ein inspirierter Glücksgriff. Doch zeigte sich auch Nachbesserungsbedarf.
Wenn Tanz, Gesang und Regiekonzept in glücklichster Fügung zusammenkommen: An der Staatsoper Hannover erscheint Glucks Reformoper Orfeo ed Euridice im Lichte einer sonst oft utopischen Gesamtkunstwerksform.
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