Ein feuchter Knallfrosch in der Menagerie
An Romeo Castelluccis Bildtheater für den Brüsseler Ring scheiden sich die Geister. Der visuelle Einfallsreichtum untergräbt Wagners Walküre mehr, als dass er sie stützt oder deutet.
An Romeo Castelluccis Bildtheater für den Brüsseler Ring scheiden sich die Geister. Der visuelle Einfallsreichtum untergräbt Wagners Walküre mehr, als dass er sie stützt oder deutet.
Repertoiregeeignet dank spannender Musik und anschlussfähigem Thema: Das Theater Bonn bringt eine Neuproduktion von Jonathan Doves Terminal-Oper Flight. Schade nur, dass sich die Regie zu einseitig auf die komischen Elemente festlegt.
Das MusikTheater an der Wien nimmt das Publikum bei Leonard Bernsteins Candide mit auf einen überdrehten Trip rund um die Welt. In der revueartigen Inszenierung fallen allerdings ausgerechnet die Sänger häufiger aus dem Fokus.
Prägnanz und Feuer hatte Giuseppe Verdi für Ernani im Sinn, musikalisch wie dramaturgisch. Barbora Horákovás Regiearbeit am Theater St. Gallen wirkt da eher wie eine Löschaktion.
Zurück zu klassischen musikalischen Proportionen strebt die Mailänder Scala mit ihrer neuen Produktion von Cherubinis Mythen- und Racheoper Médée. Musikalische Leitung und Regie überzeugen dabei gleichermaßen.
Antonio Pappano verabschiedet sich von Covent Garden und zeigt mit Elektra noch einmal sein ganzes Können. Deutlich weniger mitreißend zeigte sich dagegen Christof Loys Regie, und auch manche der zentralen Partien fielen etwas mäßig aus.
Péter Eötvös Oper Sleepless nun an der Grazer Oper in einer deutschen Übersetzung als Schlaflos zur österreichischen Erstaufführung. Neben der packenden Inszenierung von Philipp Krenn besticht bei der Premiere die hohe Qualität im Graben und auf der Bühne.
Nina Brazier inszeniert Mozarts Festoper Ascanio in Alba im Bockenheimer Depot der Oper Frankfurt als Kritik an herrschaftlicher Selbstbeweihräucherung.
Ganz und gar nicht aufs Gehör schlägt dieses selten gespielte, in Karlsruhe aber gekonnt angerichtete, dazu witzig inszenierte Musiksoufflé der Schweigsamen Frau.
Die Metropolitan Opera New York startete mit einer neuen Carmen ins Jahr 2024. Trotz viel Hubraum auf der Bühne bleibt der Va-Va-Voom-Effekt aber eher moderat.
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