Aus dem Seelen-Verlies zum Licht
Christoph von Bernuth führt am Oldenburgischen Staatstheater die Hauptfigur in Erich Wolfgang Korngolds Toter Stadt konsequent zurück ans Licht.
Christoph von Bernuth führt am Oldenburgischen Staatstheater die Hauptfigur in Erich Wolfgang Korngolds Toter Stadt konsequent zurück ans Licht.
Wer Barrie Kosky die Fledermaus anvertraut, darf mit einem gekonnten Ergebnis rechnen. An Routine darf man sich dabei nicht stören, zumal an der Bayerischen Staatsoper nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr verwöhnt wird.
Die Deutsche Oper Berlin nimmt die Zürcher Anna Bolena ins Programm. Hier haben die tragischen Heldinnen nichts zu lachen, dürfen aber immerhin schön singen.
Als Buffa um einen vermeintlichen Best ager, der vom Jungvolk abserviert wird, hat Don Pasquale durchaus pessimistische Töne. Auf die konzentriert sich die Inszenierung in Nancy allerdings nicht und serviert stattdessen eine fluffige vorweihnachtliche Komödie.
In Septembersonate befasst sich der Komponist Manfred Trojahn mit der schwer zu fassenden Frage nach dem richtigen Leben. Trotz musikalischer Schönheit hinterlässt der Abend einen ambivalenten Eindruck.
Nach fast 90 Jahren kehrt mit Der Prinz von Schiras ein Werk des einst erfolgreichen, dann von den Nazis verfolgten Komponisten Joseph Beer auf eine deutsche Bühne zurück. Das Theater Regensburg macht daraus ein flottes, glitzerndes Geschenk an die Musikwelt.
Schon 2014 hatte Christoph Waltz den Rosenkavalier in Antwerpen inszeniert. Auf dessen Vorlage kommt das Werk nun auch in Genf auf die Bühne – und überzeugt ebenso durch feine Sängerdarsteller wie durch akribische Personenregie.
Regisseur Lorenzo Fioroni und Dirk Kaftan am Pult des Beethoven Orchesters Bonn deuten Schönbergs Moses und Aron in Bonn als bildgewaltigen Kampf zwischen zwei Prinzipien, verkörpert von den biblischen Brüdern.
Es bleibt schwierig mit dem Leichten: Rameaus Ballet bouffon Platée wird in Zürich zur Theaterparodie. Die Doppelbödigkeit weicht einer kaum funktionierenden Alltäglichkeit. Auch musikalisch schleicht sich milde Enttäuschung ein.
Regisseur Calixto Bieito feiert mit seiner Inszenierung von Kurt Weills Der Silbersee in der Interimsspielstätte des Nationaltheaters Mannheim ein völlig unerwartetes Comeback. Einfallsreichtum und Spielfreude pur!
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