Warum fällt Roméo et Juliette ins Wasser? Die Frage stellt sich in Julia Burbachs Inszenierung für La Monnaie / De Munt in Brüssel.
Von Hugh Canning
![]()
Roméo et Juliette, nach dem internationalen Faust-Erfolg Gounods zweitbeliebteste Oper, bekommt von Shakespeare-Verehrern oft ebenso schlechte Kritiken wie ihre Vorgängerin von Goethe-Verehrern – doch noch mehr als Faust verlangt sie nach zwei Protagonisten mit einem angeborenen Gefühl für den französischen romantischen Stil sowie einen Dirigenten, der sich nicht scheut, sich dem strahlenden Melodienreichtum des Komponisten hinzugeben, der bisweilen hart an der Grenze zur Sentimentalität entlangschrammt. Das Brüsseler Opernhaus in seinem historischen Theater La Monnaie / De Munt besitzt genau die richtige Größe für ein Werk, das 1867 am Pariser Théâtre Lyrique entstand, und mit Valentina Peleggi hat das Haus eine Dirigentin gewonnen, die Gounods Partitur für bare Münze nimmt und den sanften erotischen Reiz der berühmten vier Liebesduette des Titelpaares auskostet, zugleich aber, wenn nötig, auch fähig ist, die Temperatur bis zu Gipfeln leidenschaftlicher Inbrunst zu steigern.
Jetzt weiterlesen!
Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.
Abonnieren
Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Ausprobieren
Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!Kostenlos lesbar:









