Scout

Foto: A. Bofill

Die jüngsten Premieren, die neuesten CD-, DVD- und Buch-Veröffentlichungen.

Was ist gelungen, was nicht?
Wir geben Orientierungshilfe.

Christian Gerhaher als Lenau
(Foto: Paul Leclaire)

Tops & Flops

In den Kopf des Dichters kriechen

Heinz Holligers Lunea beschäftigt sich mit dem Biedermeier-Dichter Nikolaus Lenau, allerdings weder als Biografie noch mit nacherzählbarer Handlung. Alles liegt in der Musik. Die Inszenierung der Uraufführung von Intendanten Andreas Homoki baut hilfreiche Brücken zum Verständnis.

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Sondra Radvanovsky als Maddalena
(Foto: A. Bofill)

Tops & Flops

Liebe in Zeiten der Guillotine

Gibt es den perfekten Opernabend? Ja, es gibt ihn. In Barcelona zum Beispiel, wo Jonas Kaufmann seine endgültige Empfehlung als Andrea Chénier unserer Tage abgibt, Sondra Radvanovsky und Carlos Álvarez nicht nur für lokalpatriotisch motivierten Jubel sorgen und eine im Altersfach brillierende Anna Tomowa-Sintow rührt.

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»L'Africaine« als Sci-Fi-Epos
(Foto: Monika Rittershaus)

Tops & Flops

Astraltenor im Weltraum

Die Afrikanerin ist eine Außerirdische: Die Oper Frankfurt zeigt Meyerbeers Vasco da Gama als Science-Fiction-Parabel und hinkt Claus Guths La bohème für Paris hinterher.

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Calleja: Verdi
(Decca, 1 CD)

Scout

Ab auf den Gipfel

Mit dieser CD hat der maltesische Tenor Joseph Calleja sämtliche Brocken aus dem Verdi-Repertoire zu einem klingenden Empfehlungsschreiben zusammengehäuft, das Schwierigste mit dem noch Schwierigeren kombiniert, als wollte er auf seinem Spaziergang zum Mount Everest noch rasch einen kleinen Abstecher auf den K2 unternehmen.

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Anita Rachvelishvili: Arien
(Sony 1 CD)

CD des Monats

Softe Granate

Anita Rachvelishvili ist einer der frappantesten, vokal überwältigendsten Neuzugänge zur obersten Etage internationaler Opernstars. Ihre Debüt-CD ist großartig geworden, mit leisen Tönen, lyrischen Farben und insgesamt einer vorbildlichen Dezenz-Politik.

Leseprobe

Ausrine Stundyte und Christian Natter
(Foto: Monika Rittershaus)

Tops & Flops

Eine bissige Salome ohne Biss

Hans Neuenfels’ Salome-Inszenierung an der Staatsoper Berlin erstarrt in kühlem Ästhetizismus. Nur im Orchester brodelt Leidenschaft.

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