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Home Themen Wissen

Staatstheater Regensburg

Von Redaktion
1. Oktober 2026
in Wissen
Lesedauer: 3 mins read
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Theater Regensburg

Das Theater Regensburg. (Foto: Hajotthu ¦ WikiCommons)

Staatstheater Regensburg

Homepage: Staatstheater Regensburg

Allgemeines

Das Staatsheater Regensburg  ist ein 5-Sparten-Haus mit mehreren Spielstätten und wird seit 1999 als selbständiges Kommunalunternehmen geführt. Mit ca. 640 Vorstellungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Junges Theater und Konzerte erreicht das Theater pro Jahr ca. 180.000 Zuschauer.

Geschichte

Ursprünge

Als Vorläufer des Theaters in Regensburg fungierte das Fürstlich Thurn und Taxische Hoftheater, das bis 1786 im Ballhaus am Ägidienplatz betrieben wurde. Dafür war das 1652 von der Stadt errichtete Ballhaus 1760 zunächst angemietet worden und wurde 1804 von der Stadt an das Fürstenhaus verkauft. Parallel dazu erteilte 1803 der Kurfürst, Erzbischof und Reichserzkanzler Carl Theodor von Dalberg an den 1804 zum Stadt- und Landbaumeister für das Fürstentum Regensburg berufenen Emanuel Herigoyen den Auftrag zur Anfertigung von Plänen für ein neues öffentliches Theater- und Gesellschaftshaus. Bereits im September 1804 konnte die Eröffnung stattfinden. Dalberg förderte das Theater mit einem jährlichen Zuschuss von 8.000 Gulden. 1812 ging das Theater als Königliches Nationaltheater in bayerischen Staatsbesitz über.

Neubau im 19. Jahrhundert

Am 18. Juni 1849 brannte das Gebäude bei einem Großfeuer bis auf die Grundmauern nieder. Noch im gleichen Jahr wurde ein provisorischer Spielbetrieb in den Räumlichkeiten eines Gastwirts in der heutigen Wittelsbacher Straße aufgenommen. Der Spielbetrieb wurde vom Haus Thurn und Taxis mit jährlich 6.000 Gulden unterstützt und durch Zurverfügungstellung des gesamten Fundus des ehemaligen fürstlichen Theaters im Ballhaus ermöglicht. Auf Initiative eines Bürgerkomitees, mit Unterstützung des bayerischen Staates, mit Geldern aus der Feuerversicherung und eines Zuschusses des Hauses Thurn und Taxis begann schon 1851 der Neubau eines Theatergebäudes mit Redoutensaal (heute Neuhaussaal) auf den Grundmauern der Brandruine. Am 12. Oktober 1852 wurde das Haus unter dem Namen Stadttheater mit der Aufführung von Giacomo Meyerbeers Die Hugenotten wieder eröffnet. 1859 ging das Theater in das Eigentum der Stadt über. 1898 erfolgte eine erste Modernisierung des Theaters, unterstützt durch Albert von Thurn und Taxis, der seinen Oberbaurat Max Schultze kostenlos zur Bauleitung zur Verfügung stellte.

Sanierung im 20. Jahrhundert

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden ein Abriss und ein Neubau des Gebäudes diskutiert, jedoch nur eine Sanierung realisiert, bei der auch die Säulenpassage an der Neuhausstraße entstand. Insgesamt waren bis zur umfassenden Generalsanierung Ende der 1990er-Jahre über 30 Um-, An- und Ausbauten erfolgt, bei denen es sich um wesentliche bauliche Eingriffe handelte. Deshalb war das Sanierungskonzept von 1998 nicht nur eine Bestandssanierung zur Beseitigung von Mängeln. Vielmehr musste die Sanierung die Neuordnung eines verworrenen Konglomerats von Umbauten und Stilwirren schaffen, um zur Ordnung und Klarheit, den Idealen des Klassizismus zurückzukommen. Zur inneren Erschließung des Gebäudes wurde die Kutschendurchfahrt wiederhergestellt. Anhand alter Befunde und alter Pläne des Baumeisters Viktor Keim erhielten die entkernten Räume Logen, Säulen, Friese und Decken wieder die klassizistischen Fassungen und die in Handarbeit nachgefertigten Details, Ausstattungen und Draperien. Mit Unterfangungen wurden die baulichen Voraussetzungen für den Einbau der modernsten Bühnen- und Haustechnik geschaffen.

Staatstheater

Im April 2023 gab das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bekannt, dass das Theater Regensburg in einem mehrjährigen Prozess schrittweise in ein Staatstheater überführt werden soll. Die offizielle Umbenennung erfolgte im Mai 2026.

Aktuelles Programm

Das aktuelle Programm des Hauses finden Sie auf unserer Webseite und auf der Webseite des Theaters Regensburg.

Intendanten (seit 1945)

Herbert Decker (1945-1953), Wolfgang Nufer (1953–1955), Alexander Paulmüller (kommissarisch) (1956),  Walter Storz (1956-1965), Volker von Collande (1965-1969), Walter Ruppel  (1969-1974), Horst Alexander Stelter (1974-1988), Marietheres List (1988-2002), Ernö Weil (2002-2012), Jens Neundorff von Enzberg (2012-2021), Klaus Kusenberg (kommissarisch) (2021-2022), Sebastian Ritschel (seit 2022).

 

 

Quellen: Wikipedia, Staatstheater Regensburg, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Tags: Theater Regensburg
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