Benjamin Bernheim ist einer der bedeutendsten lyrischen Tenöre der Gegenwart – vor allem im französischen Fach. Nun steht mit seinem Debüt als Cavaradossi in Berlin eine zentrale italienische Partie an, gefolgt von einem konzertanten Rollendebüt als Don José. Im Gespräch mit OPER! erzählt er, warum ihm die vielen Rodolfos die Angst davor nehmen – und warum er kaum noch in Neuproduktionen singt.
Interview: Kai Luehrs-Kaiser
An der Berliner Staatsoper debütieren Sie mit jener Rolle, die selbst ein Alleskönner wie Nicolai Gedda zeitlebens mied: Cavaradossi. Was ist so schwer daran?
Das Orchester. Am häuslichen Klavier kann jeder Cavaradossi singen. Wenn aber die Hörner einsetzen, überhaupt das Blech, schlägt die Stunde der Wahrheit. Dann steht man vor der Aufgabe, hörbar zu bleiben. Und sich darüber zu erheben. Übrigens finde ich es schade, dass der von mir sehr bewunderte Gedda die Rolle nicht gesungen hat.
Wie können Sie sicherstellen, über das Orchester „drüberzukommen“?
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