Auf dem fliegenden Teppich
Wer zwei Primadonnen hat, braucht um die Wirkung von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos nicht zu fürchten. Am Opernhaus Zürich kommt ein Dirigent mit Klangsinn hinzu.
Wer zwei Primadonnen hat, braucht um die Wirkung von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos nicht zu fürchten. Am Opernhaus Zürich kommt ein Dirigent mit Klangsinn hinzu.
Überdreht, rasant und mit einem Riesenaufwand nimmt Regisseur Barrie Kosky erst einmal Abschied vom Genre Operette. Dass Les brigands an der Oper Paris zündet, liegt aber auch an der vorzüglichen Sänger- und Orchesterleistung.
An der Volksoper Wien stellt Katia Ledoux als Carmen unter Beweis, dass große Oper nicht nur im Haus am Ring stattfindet. Lotte de Beers Inszenierung wirft hingegen viele Fragen auf und wird vom Publikum nicht nur mit Applaus bedacht.
Das Oldenburgische Staatstheater ergänzt Webers Freischütz überflüssigerweise mit Zusatztexten und -Musik und trägt damit nichts zur Aktualität des Stoffes bei.
260 Scheinwerfer und sonst nur wenig mehr geben das Bühnenbild ab für Michael Thalheimers Inszenierung von Tristan und Isolde in Genf. Der Versuch, das Metaphysische darzustellen, ist nicht uninteressant, hat aber seine Tücken.
Das Theater Dortmund eröffnet seine Saison mit einer musikalisch wie auch szenisch gelungenen Produktion des Repertoireschlagers La traviata.
Das Festival Bayreuth Baroque im Markgräflichen Opernhaus bietet mit Porporas Ifigenia in Aulide ein funkelndes Stück Aufklärung voll virtuoser Stimmen.
In ihrer Inszenierung von Offenbachs La vie parisienne an den Bühnen Bern transferiert Amélie Niemeyer die Sozialkritik aus dem Zweiten Kaiserreich ins Heute. Zwischen Slapstick und Gattungskonvention zieht sich die Sache allerdings etwas.
So recht scheint sich Regisseur Daniel Kramer nicht entscheiden zu können, wo er mit seiner Inszenierung von Satyagraha an der Staatsoper Hannover hin möchte. Auf der musikalischen Seite entschädigt dafür ein starker Hauptdarsteller.
An der Kammeroper Schloss Rheinsberg probieren sich Teams der Bundesakademie für junges Musiktheater an einem hierzulande kaum bekannten Repertoire: Operetten-Einaktern von Jacques Offenbach. Sie gewinnen dabei auf ganzer Linie.
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