• Anmelden
  • Registrieren
Newsletter Stellenmarkt
OPER!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
OPER!
Home Editorials

Dezember 2022

Editorial

Von Ulrich Ruhnke
2. Dezember 2022
in Editorials
Lesedauer: 3 mins read
A A

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Im November vergangenen Jahres erklärte Christiane Theobald, die Kommissarische Intendantin des Staatsballetts Berlin (ab der Spielzeit 2023/24 wird Christian Spuck die Compagnie übernehmen), die aktuelle Nussknacker-Produktion aus dem Spielplan zu nehmen. Für viele Ballettfreunde klang das, als habe man Weihnachten soeben kom­plett abgesagt. Eine nachvollziehbare Reaktion, wenn man bedenkt, dass es sich bei der Produktion um eine rekonstruierte Fassung der 130 Jahre alten Original-Choreografie von Marius Petipa handelt, die in ihrer bunten Märchenhaftigkeit schon vielen Generationen als Der Nussknacker schlechthin gilt. Es gibt in ihr allerdings auch klischeehafte Darstellungen beispiels­weise des Chinesischen Tanzes und des Orientalischen Tanzes, wie man sie heute nicht mehr wagen würde. In einer kolonialistisch geprägten Epoche wie jener der Uraufführung aber wurden ethnische Stereotypen eher produziert als hinterfragt. Die Zeit der kritischen Revision ist heute, wenngleich nicht unumstritten ist, in eine bestehende Inszenierung korrigierend, wenn nicht gar zensierend einzugreifen, da die Produktion ja selbst über einen eigenständigen Werkcharakter ver­fügt. Und der kann nicht einfach geändert werden. Wie also gewissermaßen das Bild an der Wand lassen, ohne es übermalen zu müssen? Vorerst hat man es abgehängt und die Berliner werden auch in diesem Winter ohne ihren Nussknacker leben müssen. Ob sie ihn je wieder­sehen werden, steht in den Sternen.

Am Nikolaustag 1892 (gemäß der nach julianischem Kalender zählenden orthodoxen Kirche) bzw. dem 18. Dezember nach dem heute gebräuchlichen gregoriani­schen Kalender wurde Tschaikowskys Ballett zusam­men mit seinem Operneinakter Jolanthe am Mariin­ski-Theater in St. Petersburg erstmals auf der Bühne gezeigt. Die Geschichte um die blinde Prinzessin, die durch Liebe sehend wird und so durch das Licht aus ihrer Dunkelheit befreit wird, lässt sich zwar auch weih­nachtlich lesen, doch mit Wakula, der Schmied, später zu Pantöffelchen kräftig überarbeitet, schrieb Tschai­kowsky eine Oper, die noch viel direkter auf Weihnach­ten rekurriert und deren Handlung explizit in der Nacht davor angesiedelt ist.

Das Opernrepertoire kennt etliche Werke, die auf Weihnachten bezogen sind, auch wenn die Verbindung nicht immer auf Anhieb zu erkennen oder nur rein kalendarisch gegeben ist. La bohème etwa beginnt am Weihnachtsabend, bevor die Handlung über ein paar Monate hinweg schließlich in der Katastrophe mündet.

Was ist mit solchen Weihnachtsoper, die wie das Nussknacker-Ballett überwiegend aus einer Zeit stam­men, in der political correctness noch kein Thema war, der christliche Glaube in der Breite der Bevölkerung aber dafür umso mehr? Werke also, die heute auf ein komplett anderes Publikum mit ganz anderen Wertvor­stellungen treffen. Welche Herausforderungen bringt ihre Aufführung mit sich? Eine Idee davon gibt der Streifzug durch weihnachtliche Bühnenwerke in unse­rem aktuellen Themenbeitrag.

Welche ganz besonderen CDs das zu Ende gehende Jahr hervorgebracht hat, haben wir wiederum in unse­rem Medien-Scout für Sie zusammengefasst. Die unver­änderte Bedeutung von CD-Aufnahmen zeigt sich nicht zuletzt an ihrem zeitdokumentarischen, archivarischen Charakter. Lisa della Casa etwa starb am 10. Dezember vor zehn Jahren im Alter von 93 Jahren. Warum sie als eine der besten Mozart- und Strauss-Interpretinnen ihrer Zeit galt, kann man heute nur noch anhand von Tonaufnahmen nachvollziehen. Oder June Anderson. Die Sopranistin war in den 1980er-Jahren ein weltweit gefeierter Star. Wer wüsste heute noch warum das so war und würde sich noch an sie erinnern, gäbe es nicht die Einspielungen von ihr? Gerade einmal 70 Jahre wird sie am 30. Dezember – was auch zeigt, wie schnelllebig das Sängergeschäft ist. In einem Porträt würdigen wir die US-amerikanische Sängerin und erinnern an ihre besten Aufnahmen.

Wie fragil der Kunstbetrieb generell ist, wissen auch die 16 Freundeskreise staatlicher Kulturinstitutionen in München (darunter auch die Bayerische Staatsoper), die sich zusammengeschlossen haben, um im bevorstehen­den Landtagswahlkampf in Bayern mit vereinten Kräf­ten für die Kultur einzutreten. Gut so! Angesichts mul­tipler Krisen wird es die freiwillige Leistung Kultur in den härter werdenden Verteilungskämpfen nicht leicht haben. In Stuttgart, wo mit der Sanierung der Staats­theater bereits ein kulturelles Großprojekt geplant ist, gibt es außerdem schon seit 2019 eine Initiative für die Errichtung eines neues Konzerthauses. Und in Ham­burg liegt der Vorschlag für einen Opernneubau auf dem Tisch. Neben manch Misslichem kann man gewiss auch optimistisch ins neue Jahr blicken!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und grüße herzlich,

Ihr

Ulrich Ruhnke

Dr. Ulrich Ruhnke OPER!

 

teilenTweetsendensenden

ÄhnlicheBeiträge

Juli / August 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
25. Juni 2026

Die Oper Köln eröffnet nach ihrer Sanierung mit elf Jahren Verspätung endlich wieder, die Deutsche Oper am Rhein verzichtet –...

Mai / Juni 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
27. April 2026

„Vielfalt“ und „Sinnenzauber“ könnte man als die zwei Schlagworte unserer aktuellen Ausgabe angeben: weg vom überbeanspruchten, mittlerweile klischeegefährdeten Einheitsbühnenbild; und...

März / April 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
25. Februar 2026

Die Konvention von heute ist die Avant­garde von gestern – und das Pendel, so scheint's, schwingt gerade wieder zurück: weg...

Januar / Februar 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
21. Dezember 2025

Dass Oper oft als museal wahrgenommen wird, liegt nicht – wie in unse­rem Themenbeitrag ausgeführt – daran, dass Inszenierun­gen zu...

November / Dezember 2025

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
28. Oktober 2025

Ungewohntes an der Deutschen Oper Berlin, wo man statt eines neuen GMDs ein Dirigenten-Team anheuert. Ungewohntes auch im szenischen Opernbetrieb:...

September / Oktober 2025

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
27. August 2025

Musiktheater müssen die Leute ins Haus bringen, heute umso mehr, da der gesellschaftliche Rechtfertigungsdruck groß ist. Wie sich die Leute...

  • Kontakt
  • FAQ: Häufige Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Verpackungs- und Versandkosten
Vertrag widerrufen
Mit der OPER! App haben Sie die gesamte Welt der Oper in der Tasche.

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Willkommen zurück!

Loggen Sie sich unten in Ihr Konto ein

Passwort vergessen? Registrieren

Neues Benutzerkonto erstellen

Füllen Sie das Formular aus, um sich zu registrieren

Alle Felder sind erforderlich. Anmelden

Passwort wiederherstellen

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung!


Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • SHOP | ABO
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • OPER! AWARDS
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Warenkorb

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?