• Anmelden
  • Registrieren
Newsletter Stellenmarkt
OPER!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
OPER!
Home Editorials

Juli / August 2024

Editorial

Von Ulrich Ruhnke
26. Juni 2024
in Editorials
Lesedauer: 3 mins read
A A

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

es sind in der Oper ja grundsätzlich immer alle edel, gut und altruistisch. Natürlich nicht die Handlungen der Stücke, ihre Charaktere oder gar die Opernschaffenden selbst. Aber die gemeinsame Erzählung aller Beteilig­ten kennt immer nur einen einzigen Zweck: den guten. Unter Weltverbes­serung tut es der Opernbetrieb nicht. Aus den Menschen bessere Menschen machen, die schlechte Welt zu einer guten formen! Soziale Verantwortung auf allen Kanälen! Mit dem Finger auf die Missstände zeigen, Vorreiter im Kampf für die Entrechteten. Das mit der Vorbild­funktion geht dabei natürlich verlässlich schief. Die gerechtere Gesellschaft findet sich regelmäßig außerhalb des Theaters. In dessen geschlossenem System feiern Machtmissbrauch und viele andere Übelkeiten auch in so aufgeweckten Zeiten wie heute unvermindert fröhliche Urstände. Doch das ist nur eine weitere Parallele zur Kirche, die ebenfalls Schwierigkeiten hat, junge Leute zu begeistern. Eine erste, freilich ketzerische, könnte darin bestehen, dass das juvenile Publikum keine Lust darauf hat, immer nur gut zu sein (das alte genauso wenig, aber das hat sich an die Spielregeln schon gewöhnt).

Wie viel menschlicher, wie viel cooler, wie viel lebens­näher scheinen dagegen gerade jüngeren Leuten etwa die Bling-Bling-Philosophie des Hip-Hop oder andere Richtungen der Pop-Kultur zu sein? Selbstverwirkli­chung, Spaß haben, das Leben genießen – und dabei nicht nur auch mal schlecht sein zu dürfen, sondern gleich ganze Vorbilder bejubeln zu können, die in Per­fektion das Leben führen, das man selbst gerne hätte. Von Gangsta-Rappern hier gar nicht zu reden.

Kann es sein, dass ein Opernhaus auf viele auch deshalb so langweilig wirkt, weil es immer als Moralan­stalt daherkommt? Für eine junge moderne Generation, deren höchstes Gut die Identität ist, bietet die Oper nur wenige Identifikationsmöglichkeiten. „Die singen nicht über mich!“ ist denn auch der Titel unseres aktuellen Themenbeitrags, in dem wir der Frage nachspüren, wie man aus der Reibung zwischen den großen idealistischen Kollektivzielen sowie alten statischen Normvorstellungen einerseits und der fluiden Baukasten-Mentalität eines jungen Individuums andererseits produktive Funken schlagen könnte.

Und noch ein Blick in den Abgrund: Wussten Sie, dass der Mord in einer Partnerschaft fast immer nach einem ähnlichen Mus­ter abläuft und sich in bestimmten Stufen vorbereitet? Die Opernge­schichte ist voll von häuslicher Gewalt und Beziehungsmorden. Auch unser romantischer Blick darauf hat sich bis heute gehal­ten: Don José liebte Carmen so sehr, dass er sie aus Verzweiflung einfach umbringen musste. Man könnte fast behaupten, die Kunstform Oper sei jahrhundertelang gerade deshalb so herrlich herzzerreißend erblüht, weil sie von toten Frauen wun­derbar geborgen war. Höchste Zeit, diesen Schutzraum aufzubrechen – findet auch eine junge Regisseurin, mit der wir für unseren Beitrag in der vorliegenden Ausgabe gesprochen haben.

Die bösen Charaktere sind in der Oper meistens die interessanteren. Auch Sänger bevorzugen sie, denn es lässt sich mehr aus ihnen machen. Mit einer der besten finsteren Gestalten vom Dienst, Christian Van Horn, haben wir gesprochen. Der Bassbariton ist längst auf allen internationalen Bühnen zu Hause und singt im Sommer in Salzburg die Bösewichter im neuen Hoffmann. Weiter südlich, beim Festival d’Aix-en-Provence, steht Madama Butterfly in der Regie von Andrea Breth auf dem Programm, die zuletzt in Brüssel eine selten unheim­liche und unheimlich gute Turn of the Screw inszeniert hat. Ihrer Produktion gilt die aktuelle „Nahaufnahme“, und mit Adam Smith, dem Pinkerton, haben wir uns ebenfalls zum Interview getroffen.

Wir wünschen beste Lektüre und eine erholsame Sommerfrische!

Herzlich,

Ihr Ulrich Ruhnke

Dr. Ulrich Ruhnke OPER!

Tags: Christian van HornEditorialFemizidIdentität
teilenTweetsendensenden

ÄhnlicheBeiträge

Juli / August 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
25. Juni 2026

Die Oper Köln eröffnet nach ihrer Sanierung mit elf Jahren Verspätung endlich wieder, die Deutsche Oper am Rhein verzichtet –...

Mai / Juni 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
27. April 2026

„Vielfalt“ und „Sinnenzauber“ könnte man als die zwei Schlagworte unserer aktuellen Ausgabe angeben: weg vom überbeanspruchten, mittlerweile klischeegefährdeten Einheitsbühnenbild; und...

März / April 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
25. Februar 2026

Die Konvention von heute ist die Avant­garde von gestern – und das Pendel, so scheint's, schwingt gerade wieder zurück: weg...

Januar / Februar 2026

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
21. Dezember 2025

Dass Oper oft als museal wahrgenommen wird, liegt nicht – wie in unse­rem Themenbeitrag ausgeführt – daran, dass Inszenierun­gen zu...

November / Dezember 2025

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
28. Oktober 2025

Ungewohntes an der Deutschen Oper Berlin, wo man statt eines neuen GMDs ein Dirigenten-Team anheuert. Ungewohntes auch im szenischen Opernbetrieb:...

September / Oktober 2025

Editorial
Von Ulrich Ruhnke
27. August 2025

Musiktheater müssen die Leute ins Haus bringen, heute umso mehr, da der gesellschaftliche Rechtfertigungsdruck groß ist. Wie sich die Leute...

  • Kontakt
  • FAQ: Häufige Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Verpackungs- und Versandkosten
Vertrag widerrufen
Mit der OPER! App haben Sie die gesamte Welt der Oper in der Tasche.

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Willkommen zurück!

Loggen Sie sich unten in Ihr Konto ein

Passwort vergessen? Registrieren

Neues Benutzerkonto erstellen

Füllen Sie das Formular aus, um sich zu registrieren

Alle Felder sind erforderlich. Anmelden

Passwort wiederherstellen

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung!


Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • SHOP | ABO
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • OPER! AWARDS
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Warenkorb

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?