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Mai / Juni 2024

Editorial

Von Ulrich Ruhnke
26. April 2024
in Editorials
Lesedauer: 3 mins read
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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

als Alessandra Marc als Aida die Bühne betrat und zu singen begann, kam es im Publikum zum kollektiven Neuronen­feuerwerk. Ein solches Profil hatte man noch nicht gesehen. Die üppige Dame mit dem rie­sigen Busen und dem unge­wöhnlich weit auskragenden Steiß, großzügig umman­telt vom Fleisch, auf dem sich das Kostüm staute, um im großen Bogen den Blick auf die Säulen des Körpers freizugeben, erlaubte keine andere Fokussierung als auf ihren Leib. Doch dann diese Stimme! Schwebend, zart­fein, omnipräsent als stünde sie gleichzeitig auf mehre­ren Bühnen im Raum. Ein (wahrnehmungs)ästhetischer Kurzschluss, unmöglich beides sofort zusammenzu­bringen, das Gehirn brauchte einen Moment. Ein wan­delnder Fels, der orkanstarke Engelstöne von sich gab.

Wohlbeleibte Sängerinnen war man zu der Zeit gewohnt. Montserrat Caballé, Jessye Norman, Deborah Voigt – sie alle hatten die Kleidergröße 36 schon lange aussortiert, sofern sie sie überhaupt jemals besaßen. Doch die Figur von Alessandra Marc war eine Kategorie für sich. Und niemand hatte ein Problem damit. Die Kis­sen, auf die sich die Sopranistin knien konnte, brachte sie als Ariadne gleich selbst mit auf die Bühne, eines unter dem linken, das andere unter dem rechten Arm. Aufstehen ging dann nur mit fremder Hilfe.

Geschichten solcher Art ließen sich dutzend-, wenn nicht gar hundertfach erzählen, von früheren Generationen noch viel mehr. Oper ist, wenn die dicke Dame singt. Heute allerdings schon lange nicht mehr. Warum nicht? Der Anteil der stark Übergewichtigen an der Bevölkerung hat sich seit 1990 mehr als verdop­pelt, die WHO spricht gar von einer „Epidemie“ – für die Opernbühne ist eher der entgegengesetzte Befund zu konstatieren. Liegt’s am bösen Regietheater, das nur Modellgrößen sehen will, am Publikum, an den Künstlern selbst? Die Ursachen sind weniger einfach zu benennen als man spontan denken möchte. In unserem Themenbeitrag gehen wir ihnen nach.

Andere Big Girls der Kunst­form in Gestalt groß geratener Werke erleben dagegen gerade eine Renaissance. Von manchen Opernmachern leichtfertig abge­tan als Opus minderer Güte, beju­belt das Publikum Amilcare Pon­chiellis früher oft, heute kaum aufgeführte La Gioconda trotz­dem unverdrossen in gleich zwei neuen Inszenierungen bei den Osterfestspielen Salzburg und am Teatro di San Carlo in Neapel. Beide szenisch eher bebildernde Produktionen werden in den nächsten Jahren auch noch an anderen Häusern zu sehen sein. Nur in Berlin, an der Deutschen Oper, hat der künftige Intendant Aviel Cahn jetzt schon die Verschrottung der 50 Jahre alten Kultinszenierung entschieden. Zugleich wäre er eigentlich der Richtige, einmal die politische Aktualität des Stücks zeigen zu lassen, in dem es um Denunziation, Manipulation der Massen und Arbeiten mit Angst geht. Es postulieren doch immer alle, dem Publikum die Oper nahebringen zu müssen. Ein Anfang wäre vielleicht damit gemacht, wenn die Opernschaffenden selbst ihre Denkbarrieren und Berührungsängste schleifen würden. Dem Reper­toire würde es guttun.

Mit einem, dem das gelungen ist, haben wir gespro­chen: Antonio Pappano. Er hat nicht nur die Gioconda in Salzburg dirigiert, Pappano verlässt nach 22 Jahren als Musikdirektor des Royal Opera House Covent Garden das Haus zum Ende der Saison. Zeit für ein Resümee.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre!

Herzlich,

Ihr Ulrich Ruhnke

Dr. Ulrich Ruhnke OPER!

Tags: Antonio PappanoBody PositivityEditorialLa Gioconda
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