Ein ordentlicher Zemlinsky-Bartók Doppelpack an der Wiener Staatsoper, der Eine florentinische Tragödie mit Herzog Blaubarts Burg zusammenspannt. Musikalisch werden keine Bäume ausgerissen, auch nicht von Asmik Grigorian.
Von Jens F. Laurson
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Unterhaltsamer Abend an der Staatsoper – und gar nicht mal so blutrünstig, dafür, dass die Wiener Staatsoper für ihre gelungene Gegenüberstellung von zwei Kurzopern auf zwei Schauermärchen zurückgriff: Alexander von Zemlinskys Florentinische Tragödie und Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg. Zemlinskys Oper, basierend auf einer reißerischen Geschichte von Oscar Wilde, handelt vom Ehepaar Simone (Tuchhändler) und Bianca (gelangweilt) und vom Eindringen des Prinzen Guido in die heruntergefahrene Ehe. Die knappe Stunde hat alles: Ennui, Eifersucht, Eheverdruss, Erdrosseln, Liebeserwachen. Zemlinsky serviert dazu ein herrlich buntes Allerlei moderneistischer Spätromantik, schillernd und grell, wild und selbstverliebt, gruselig und reizend.
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