Volksoper Wien
Homepage: Volksoper Wien
Allgemeines
Die Volksoper Wien ist das drittgrößte Opernhaus in Wien nach der Wiener Staatsoper und dem Theater an der Wien. Auf dem Programm stehen Operetten, Opern, Musicals und Ballett. Auf drei verschiedenen Ebenen stehen den Besuchern gesamt 1.261 Sitzplätze, 72 Stehplätze und 3 Rollstuhlplätze zur Verfügung. Von September bis Juni gibt es, abgesehen von wenigen Ausnahmen, täglich eine Vorführung. Seit 1999 gehört die Volksoper Wien zu 100 Prozent der Bundestheater Holding, ebenso wie auch die Staatsoper Wien GmbH und die Burgtheater GmbH. Eine weitere Tochtergesellschaft ist die Theaterservice GmbH, die zu 51,1 Prozent der Bundestheaterholding gehört. Die restlichen 48,9 Prozent halten die drei Bühnenbetriebe jeweils zu gleichen Teilen. Gemeinsam mit der Wiener Staatsoper ist der Volksoper die selbständige ARGE Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper nachgeordnet.
Geschichte
Gründungsjahre
Die heutige Volksoper Wien wurde 1898 unter der Bezeichnung „Kaiserjubiläum-Stadttheater“ zunächst als reine Sprechbühne eröffnet, ehe im Jahr 1903 die ersten Opern und Singspiele in den Spielplan aufgenommen wurden. 1904 wurde sie die Volksoper umbenannt. Zu den Höhepunkten der ersten Jahre gehören die Wiener Erstaufführungen von Puccinis Tosca und Stauss‘ Salome in den Jahren 1907 und 1910. Am Anfang ihrer Karriere traten hier bereits weltbekannte Sängerinnen und Sänger wie Maria Jeritza, Leo Slezak oder Richard Tauber auf. Nach dem Ersten Weltkrieg begann der Aufstieg der Wiener Volksoper zum zweiten repräsentativen Opernhaus der Stadt, mit der Umbenennung 1929 in „Neues Wiener Schauspielhaus“ zog jedoch wieder die „leichte“ Operetten in das Haus ein. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurden die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski ausgetauscht, Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgten. Künstlerinnen und Mitarbeiter wurden verfolgt, vertrieben und ermordet, während die Volksoper als „Opernhaus der Stadt Wien“ weitergeführt wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie der zerstörten Wiener Staatsoper als Ausweichquartier. Unter dem Direktor Karl Dönch erfolgte 1973 ein neuer großer Umbau des Theaterhauses, so wurde z. B. die Mittelloge entfernt. Dafür wurde ein Tonleitstand eingebaut, und das Pausenfoyer wurde saniert. Als Bühnenhaus der österreichischen Bundestheater wurde die Volksoper Wien mit dem Bundesgesetz über die Neuorganisation der Bundestheater (Bundestheaterorganisationsgesetz) von 1998 zu einem rechtlich selbständigen Unternehmen. 1999 erfolgte die Gründung der „Volksoper Wien GmbH“ als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bundestheater-Holding-GmbH.
Künstlerisches Profil / Uraufführungen
Einen besonderen Beitrag zum künstlerischen Profil der Volksoper Wien, an der Oper, Operette, Musical und Tanz gleichermaßen zu Hause sind, leisteten auch zahlreiche Uraufführung im Verlauf ihrer Geschichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Hierzu gehören:
- Kleider machen Leute, Oper von Alexander von Zemlinsky, am 2. Dezember 1910
- Der Kuhreigen, Musikalisches Schauspiel von Wilhelm Kienzl, am 23. November 1911
- Der liebe Augustin, Oper von Julius Bittner, am 11. Juli 1917
- Die glückliche Hand, Drama mit Musik von Arnold Schönberg, am 14. Oktober 1924
- Das Walzerparadies, Operette von Oscar Straus, am 18. Februar 1935
- Gomorra oder Wie Ihr es verdient, Oper von HK Gruber und Richard Bletschacher, am 18. Januar 1993
- Die letzte Verschwörung, Mythos-Operette, Musik und Libretto von Moritz Eggert, UA: 25. März 2023
Aktuelles Programm
Das aktuelle Programm der Volksoper Wien finden Sie auf unserer Webseite und auf der Webseite des Hauses.
Direktoren der Volksoper Wien (sei 1946)
Hermann Juch (1946-1955); Franz Salmhofer (1955-1963); Albert Moser (1963-1973); Karl Dönch (1973-1986); Eberhard Waechter (1987-1992; 1991-1992 zugleich Direktor der Wiener Staatsoper); Ioan Holender (1992-1996; zugleich Direktor der Wiener Staatsoper); Klaus Bachler (1996-1999); Dominique Mentha (1999-2003); Rudolf Berger (2003-2007); Robert Meyer (2007-2022); Lotte de Beer (seit 2022).
Quellen: Wikipedia, Volksoper Wien









