Wenn das Schmutzige erhaben wird
Die hochkarätige Rollendebütantin Lisette Oropesa in der Titelpartie und Aigul Akhmetshina als Elisabetta fesseln das Publikum in der Neuinszenierung von Maria Stuarda am Teatro Real Madrid.
Die hochkarätige Rollendebütantin Lisette Oropesa in der Titelpartie und Aigul Akhmetshina als Elisabetta fesseln das Publikum in der Neuinszenierung von Maria Stuarda am Teatro Real Madrid.
Beethovens zahlreiche Wohnungswechsel in Wien sind der Ausgangspunkt von Christoph Marthalers neuem Musiktheater in Basel, Tiefer Graben 8. Um die Biografie des Komponisten geht es dabei allerdings nicht, auch wenn die Musik ausschließlich von ihm stammt.
Aleksandra Kurzak und Roberto Alagna triumphieren in Genf in Umberto Giordanos Fedora. Die Inszenierung hingegen kann man getrost vergessen.
Das Staatstheater Oldenburg zeigt Kay Links gut durchdachte Inszenierung von Händels Xerxes mit dem großartigen Sopranisten Maayan Licht in der Titelrolle.
Christian Thielemann dirigiert Pfitzners Palestrina in Wien – mit einem überragenden Michael Spyres. Die dürre Handlung und fatale Humorlosigkeit des Werks machen sich dennoch bemerkbar.
Behaglicher Wohlfühlklang aus dem Graben und indifferente Komikversuche der Regie: Diese Liebe zu den drei Orangen an der Semperoper Dresden übersieht die Ecken und Kanten von Prokofjews Oper.
Einen gemischten Eindruck hinterlässt diese Forza del destino der Mailänder Saisoneröffnung. Blass die Regie und manche Partien, zumal die kleineren; hervorragend hingegen Riccardo Chailly am Pult und Ludovic Tézier als Don Carlo.
An der Oper von Versailles lässt Franco Fagioli in Porporas Polifemo den Uraufführungssänger Farinelli auratisch wiederauferstehen.
Mit dem Auftragswerk Fanny and Alexander nach Ingmar Bergmans Kinoklassiker landet die Brüsseler Oper La Monnaie / De Munt einen Volltreffer – musikalisch faszinierend, dramatisch packend.
Fragwürdige China-Klischees und die naive Darstellung männlicher Übergriffigkeit machen Zemlinskys Kreidekreis zu einer Herausforderung für die Regie. David Bösch nimmt sie an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf erfolgreich an.
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