Sängerfest in szenischer Sparversion
Ein Hingucker ist die neue Tosca am Theater Bonn nicht gerade. Doch bietet die spartanische Bühne immerhin ein praktisches Passepartout für glanzvolle Stimmen.
Ein Hingucker ist die neue Tosca am Theater Bonn nicht gerade. Doch bietet die spartanische Bühne immerhin ein praktisches Passepartout für glanzvolle Stimmen.
Weder Regie noch Sänger überzeugen so wirklich in diesem Nabucco der Oper Köln. Dafür spielt das Gürzenich-Orchester unter Sesto Quatrini umso feiner auf.
Die Neuinszenierung von Verdis Macbeth an der Oper Frankfurt bleibt eher blass, dafür ragt eine Einspringerin heraus: die dänische Sopranistin Signe Heiberg als grandiose Lady Macbeth.
Cornwall-Küstendramen stehen momentan an deutschen Bühnen hoch im Kurs. Nach der Renaissance von Ethel Smyths The Wreckers gibt es nun am Münchner Gärtnerplatztheater mit den Piraten von Penzance deren humorige Seite zu belachen.
Sehr solide sind die sängerischen Leistungen dieses neuen Macbeth an der Deutschen Oper Berlin. Absolut herausragend aber ist das Dirigat von Enrique Mazzola.
Von der englischen Küste in die deutsche Kleinstadt führt mitunter ein kurzer gesellschaftlicher und mentaler Weg. Das Staatstheater Meiningen zeigt eine überzeugende Inszenierung von Ethel Smyths The Wreckers. Gut musiziert und gesungen wird noch dazu.
Drei Werke, dreimal Applaus: Ob Zoraida di Granata, Don Pasquale oder Roberto Devereux – der 2024er-Jahrgang des Donizetti Opera Festivals in Bergamo kann sich sehen, hören – und sogar riechen lassen.
Die GöteborgsOperan wagt sich an Verdis vertrackten Otello. Dass der gelingt, liegt nicht zuletzt am geboten italienisch temperamentvollen Dirigat – und an einem Jago, der mehr besticht als die Titelpartie.
An der Stuttgarter Staatsoper inszeniert Bastian Kraft Idomeneo als Schattenspiel. Das will in die Untiefen des Generationenkonfliktes eindringen, verliert sich aber im Dekorativen. Stärkster Protagonist des Abends ist das von Cornelius Meister dirigierte Orchester.
Gaetano Donizettis Prima la Mamma! als buntes Spektakel an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg gerät dem Regisseur Daniel Kramer launig und flott, aber auch flacher, als es sein müsste.
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