Louis Andriessens De Materie ist gewiss kein eingängiges Werk und auch nur höchst selten zu erleben. Doch die Oper in Antwerpen schafft aus dem sperrigen Material ein forderndes, gleichwohl lohnendes Tanz- und Musiktheater-Ereignis.
Von Hugh Canning
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Zur Eröffnung seiner siebten Spielzeit als Künstlerischer Leiter von Opera Ballet Vlaanderen (OBV) traf Jan Vandenhouwe mit der Antwerpener Erstaufführung von Louis Andriessens De Materie (dt.: Die Materie) eine mutige Wahl. Die vierteilige Musiktheaterkomposition auf ein eigenes Libretto des Komponisten (mit Unterstützung von Robert Wilson, der auch die Uraufführung des Werks inszenierte) erlebte ihre Weltpremiere 1989 an der heutigen Dutch National Opera und kommt außerhalb der Niederlande und Flanderns nur selten auf die Bühne: konzertant erstmals beim Londoner Meltdown Festival 1994, szenisch in Deutschland zuerst 2014 bei der Ruhrtriennale, in einer Inszenierung von Heiner Goebbels.
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