Evgeny Titov inszeniert einen betont dystopischen Parsifal für das Royal Opera House Covent Garden – und stellt im Kontrast mit den herausragenden Sängerleistungen den spirituell verbrämten Mythos in Frage.
Von Alexandra Coghlan
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„Wer ist der Gral?“, fragt Parsifal Gurnemanz, verwirrt von den seltsamen Ritualen und Zeremonien, in die er da hineingeraten ist. Wer in der Tat? In Evgeny Titovs Debütinszenierung für die Royal Opera Covent Garden wird das Wort zu blutigem, eiterndem Fleisch: spirituelle Pantomime, die in den Magen fährt, in einem Zeitalter jenseits der Erlösung. Das ist düsterer, oft brutaler Stoff – ein Beckett ‘scher Parsifal, in dem die Hoffnung endlos hinausgeschoben wird und Erlösung niemals eintritt.
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