In Lydia Steiers Inszenierung von Gaspare Spontinis La Vestale an der Staatsoper Berlin versandet jede Hoffnung, dass sich Diktaturen stürzen lassen. Muss Optimismus eigentlich immer den Regietheater-Tod sterben?
Von Andreas Berger
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Bloß kein Happy-End! Eben noch war der hollywoodreife Filmkuss des Helden mit der begnadigten Vesta-Priesterin als Schattenriss in der Tür zu sehen, durch die die beiden einem neuen Leben entgegen geflohen sind. Da ergreift schon sein ehemaliger Freund Cinna die Macht, Maschinengewehrsalven erledigen die Oberpriesterin, das Volk zuckt wieder hinter seine Schranken. Regisseurin Lydia Steier erzählt an der Berliner Staatsoper Spontinis La Vestale als Geschichte einer unverwüstlichen Theokratie. Hoffnung auf Veränderung: keine. Das hat sie wohl aus den Nachrichten gelernt.
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