Ein Stück mit Ansage in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Verführbarkeit: Das Staatstheater Regensburg setzt mit Karol Szymanowskis König Roger ein Ausrufezeichen gleich zu Beginn der neuen Spielzeit.
Von Franziska Stürz
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Karol Szymanowskis König Roger vereint Elemente von Oper und Oratorium. Besonders in den groß besetzten Chorszenen drängt das Hauptthema Religion in den Vordergrund. Um den Sinn des Lebens und die Sehnsucht nach Liebe geht es in den zwischenmenschlichen Beziehungen, verkörpert durch König Roger, Königin Roxana und den Hirten. Hier gerät ein Machtgefüge ins Wanken, ein Herrscher zweifelt an sich, die Kirche fordert Gefolgschaft und eine Gesellschaft verlangt nach Stabilität. Mehrere Spannungsfelder bringt Szymanowski im gemeinsam mit seinem Cousin Jaroslaw Iwaszkiewicz verfassten Libretto in drei hochkonzentrierten Akten auf die Bühne. Wie Kapitel lauten die Überschriften: „Die Christliche Ordnung“, „Die Verführung“ und „Die Verwandlung“.
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