Zum Saisonstart setzt die Met ausnahmsweise einmal wieder auf einen Klassiker: auf Verdis Macbeth – und auf Lise Davidsen. Regisseurin Louisa Proske gibt dabei Hausdebüt mit einer werktreuen Deutung und allgegenwärtigen Hexen. Eine sichere Bank in New York?
Von George Loomis
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Für die Eröffnung ihrer neuen Spielzeit am 22. September wich die Metropolitan Opera New York von ihrer Gepflogenheit der letzten Jahre ab, neue oder neuere Werke an den Saisonauftakt zu setzen. Stattdessen entschied man sich für ein Meisterwerk der Vergangenheit – Verdis Macbeth –, zumal Publikumsmagnet Lise Davidsen verfügbar war, die hier ihre zweite Verdi-Partie übernahm. Aus gegebenem Anlass bestellte die Met zudem eine höchst willkommene Neuinszenierung bei Louisa Proske, die durchaus helfen dürfte, die erhofften Einnahmen einzuspielen. Proske kommt aus Deutschland, war jedoch bis 2021 viel an der New Yorker Heartbeat Opera tätig, ehe sie stellvertretende Künstlerische Leiterin an der Oper Halle wurde. Seither ist ihre Karriere regelrecht aufgeblüht. Macbeth markiert ihr Met-Debüt, im Januar ist sie für einen neuen Don Giovanni erstmals an der Pariser Oper im Einsatz.
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