Im irischen Wexford ist eines der charmantesten Opernfestivals der Welt zuhause. Seit einem Dreivierteljahrhundert widmet man sich hier mit Begeisterung halbvergessenen Werken und bietet jungen Künstlern große Chancen.
Von Hugh Canning
Wie ein kleines Marktstädtchen an der Südostküste der Republik Irland zu einem der weltweit ungewöhnlichsten und exklusivsten Opernfestivals werden konnte, gehört zu den vielen bemerkenswerten Geschichten, an denen diese Kunstform so reich ist. 75 Jahre nachdem der ortsansässige Arzt und Opernliebhaber Tom Walsh das Festival 1951 mit einer einst berühmten, heute längst vergessenen irischen Oper – John Michael Balfes The Rose of Castille – ins Leben gerufen hat, erfreut sich das Opernfestival von Wexford weiterhin großer Beliebtheit. Immerhin ein Drittel der Besucher reist aus dem Ausland an, und Operngourmets pilgern alljährlich hierher, um rare Kostbarkeiten zu genießen. Manche davon fallen in die Kategorie „echte Entdeckung“, andere unter „zu Recht vergessen“.
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