• Anmelden
  • Registrieren
Newsletter Stellenmarkt
OPER!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
OPER!
Home Themen Nahaufnahme

Die ewige Wiederkehr eines Außenseiters

Nahaufnahme: "Der Zwerg" an der Oper Köln

Von Stephan Schwarz-Peters
3. November 2022
in Nahaufnahme, Themen
Lesedauer: 6 mins read
A A
Alexander Zemlinskys "Der Zwerg" - inszeniert durch Paul-Georg Dittrich

Inszeniert den "Zwerg" an der Oper Köln: Paul-Georg Dittrich. (Foto: Teresa Rothwangl)

100 Jahre nach seiner Uraufführung kehrt Zemlinskys Der Zwerg an die Oper Köln zurück. Wie damals wird die einaktige Oper mit Strawinskys Ballett Petruschka kombiniert. Eine Aufgabe, wie sie den durch avancierte Musiktheaterproduktionen bekannt gewordenen Regisseur Paul-Georg Dittrich nur reizen kann.

Von Stephan Schwarz-Peters

 

Das Liebesleben der Komponisten böte Stoff für eine Bibliothek voller Groschenromane. In die Reihe sämtlicher Beethovens, Schuberts und Tschaikowskys aufgenommen werden müsste dabei auch die betrübliche Love-Story des Alexander von Zemlinsky, der im Jahr 1900 der bezaubernden und begabten Wiener Gesellschaftslöwin Alma Schindler über den Weg lief und sich Hals über Kopf in sie verliebte. Sie wurde seine Kompositionsschülerin, es entwickelte sich eine Art amour fou zwischen den beiden, die jedoch außer ein bisschen Händchenhalten nicht zum von Zemlinsky erhofften Ziel führte und darin endete, dass Alma zwei Jahre später die Gattin des Hofoperndirektors Gustav Mahler wurde. In dieser Rolle füllte sie die Klatschblätter der Musikgeschichte weiterhin mit reichlich Stoff, nie wurde sie müde, diesen höchstpersönlich vor der Welt auszubreiten. Was Zemlinsky angeht, war es vielleicht sein zu jugendliches Alter, vielleicht auch seine Bedeutungslosigkeit, vor allem aber seine mangelnde Attraktivität, die Alma zurückschrecken ließ. „Furchtbar hässlich, hat fast kein Kinn“, vermerkte sie liebevoll nach der ersten Begegnung.

Verletzt und angegriffen versuchte der immerhin als Tonschöpfer nach und nach zu Erfolg gelangende Zemlinsky, sein Trauma künstlerisch zu verarbeiten, und bat einen dichterisch begabten Kollegen um ein Opernlibretto, das von der „Tragödie des hässlichen Mannes“ erzählen sollte. Diese Aufgabe übernahm Franz Schreker und verliebte sich so sehr in dieses Projekt, dass er seinen Auftraggeber darum bat, den Text des unter seiner Hand entstehenden dreiaktigen Renaissance-Dramas Die Gezeichneten, gestrickt um einen zwar genialischen aber körperlich verunstalteten genuesischen Edelmann, selbst vertonen zu dürfen. Zemlinsky verzichtete großmütig und machte sich auf die Suche nach einem verwandten Stoff. Fündig wurde er schließlich bei Oscar Wilde, der in seinem Märchen Der Geburtstag der Infantin die Geschichte eines kleinwüchsigen Hofnarren und dessen Liebe zu einer zwölfjährigen Prinzessin erzählt, deren anstachelndes Verhalten er zunächst als Zeichen von Gegenliebe missdeutet, bis ein Blick in den Spiegel ihm die wahren Hintergründe offenbart. Unter groteskem Zappeln und Plärren, und dem unverhohlenen Spott der zur Geburtstagsfeier versammelten Hofgesellschaft, stirbt der Zwerg an gebrochenem Herzen. Eine in hochpoetische Worte gefasste, bitterböse Satire, zu der Zemlinsky eine berauschende Musik komponierte. (Fun fact am Rande: Der Stoff hatte bereits dem verhinderten Librettisten Schreker als Vorlage für eine Ballett-Pantomime gedient.)

Bitterböse Satire, berauschende Musik

Ein reges Interesse an Zemlinskys Opernschaffen hatte der Dirigent Otto Klemperer, der nach Stationen in Hamburg, Barmen (heute Wuppertal) und Straßburg im Jahr 1917 seinen Dienst als Generalmusikdirektor der Kölner Oper antrat. Neben anderen interessanten Novitäten wie die Tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold (1920) oder Schrekers Irrelohe (1924) sicherte sich Klemperer auch die Uraufführung von Zemlinskys Wilde-Projekt, das dieser auf einen Text des später als Drehbuchautor bedeutenden Georg C. Klaren unter dem Titel Der Zwerg in Musik gesetzt hatte. Am 28. Mai 1922 erlebte der nicht einmal anderthalbstündige Einakter in Köln seine Weltpremiere, kurz darauf erreichte die Karriere Zemlinskys ihren Höhepunkt – bis sie ein Jahrzehnt später von den Nazis abrupt beendet wurde: Der jüdische Komponist fiel, wie so viele von den neuen Machthabern verfemte Musiker, der Vergessenheit anheim. Erst ab den 1970er-Jahren holte man ihn, den Lehrer Arnold Schönbergs, wieder daraus hervor und feierte ihn als wichtiges musikhistorisches Bindeglied zwischen Spätromantik und Moderne. Ehrensache für ein traditionsbewusstes Haus wie die Oper Köln, den Zwerg genau 100 Jahre nach seiner Uraufführung wieder ins Programm zu nehmen – und zwar in der Kombination, in der er 1922 hier zu hören war: zusammen mit Igor Strawinskys thematisch verwandtem Ballett Petruschka, das bei der Doppelpremiere am 19. November vom Choreografen Richard Siegal in Szene gesetzt wird.

Jetzt weiterlesen!

Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.

Hier anmelden, wenn Sie bereits Abonnent sind.

Abonnieren

Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!

Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Jetzt entdecken!

Ausprobieren

Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!

Kostenlos lesbar:
Cyrille Dubois: Appetit auf Unbekanntes
Was macht eigentlich… Jane Eaglen
Jetzt registrieren
Tags: Alexander ZemlinskyDer ZwergIgor StrawinskyNahaufnahmeOper KölnPaul-Georg DittrichPetruschka
teilenTweetsendensenden

ÄhnlicheBeiträge

Götterdämmerung I Lamoonaie - De Munt, Brüssel

Glühende Leidenschaft

Ein Essay über fehlende Klimaanlagen und heiße Gefühle in der Oper
Von Georg Kasch
25. Juni 2026

Das Thema Hitze gewinnt in Zeiten der Klimakrise mit jedem Festivalsommer an Bedeutung. Auch in vielen Opern sind Temperaturen ein...

Das Rheingold

Licht aus, Mythos an

Ein Beitrag zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele
Von Stephan Schwarz-Peters
25. Juni 2026

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Sommer 150 Jahre alt. Am 13. August 1876 öffneten sie zum ersten Mal ihre...

Das gezähmte Publikum

Das gezähmte Publikum

Über den leidenschaftlichen Streit und höflichen Applaus
Von Michael Stallknecht
26. Juni 2026

Früher wurde in Opernhäusern leidenschaftlich gebuht und gestritten – und so ästhetisch-gesellschaftliche Normen ausgehandelt. Heute hingegen wird alles mit indifferenter...

Wexford

75 Jahre auf Schatzsuche

Das Wexford Opera Festival feiert diamantenes Jubiläum
Von Hugh Canning
25. Juni 2026

Im irischen Wexford ist eines der charmantesten Opernfestivals der Welt zuhause. Seit einem Dreivierteljahrhundert widmet man sich hier mit Begeisterung...

Romeo Castellucci

„Diese Oper ist eine Zumutung im positivsten Sinne“

Nahaufnahme: "Saint François d’Assise", Salzburger Festspiele
Von Matthias Kreienbrink
25. Juni 2026

Die Salzburger Festspiele zeigen in diesem Sommer eine Produktion des monumentalen Saint François d’Assise von Olivier Messiaen. Regisseur Romeo Castellucci...

Kinderopernorchesters Zürich

Der erste Einsatz

Ein Porträt des Kinderopernorchesters Zürich
Von Corina Kolbe
25. Juni 2026

Profi-Repertoire, gespielt von Kindern und Jugendlichen: Im Kinderopernorchester des Opernhaus Zürich bekommt der Nachwuchs eine ganz große Bühne.

  • Kontakt
  • FAQ: Häufige Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Verpackungs- und Versandkosten
Vertrag widerrufen
Mit der OPER! App haben Sie die gesamte Welt der Oper in der Tasche.

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Willkommen zurück!

Loggen Sie sich unten in Ihr Konto ein

Passwort vergessen? Registrieren

Neues Benutzerkonto erstellen

Füllen Sie das Formular aus, um sich zu registrieren

Alle Felder sind erforderlich. Anmelden

Passwort wiederherstellen

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung!


Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • SHOP | ABO
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • OPER! AWARDS
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Warenkorb

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?