Die Salzburger Festspiele zeigen in diesem Sommer eine Produktion des monumentalen Saint François d’Assise, der einzigen Oper von Olivier Messiaen. Regisseur Romeo Castellucci, bekannt für seine radikalen Ansätze, gibt erste Einblicke in seine Ideen für die Inszenierung. Mit der will er keine Antworten geben, sondern Fragen stellen.
Von Matthias Kreienbrink
Wenn Romeo Castellucci sich einem eher sperrigen Stück wie Messiaens Saint François d’Assise nähert, dann nie intellektuell: „Ich will den Text und die Musik mit meiner Haut absorbieren“, so der Regisseur. Er höre das Stück hunderte Male, bis es sich vor ihm auflöse, kein festes Gefüge mehr sei. „Es ist dann wie abtauchen und irgendwo auf einer anderen Seite wieder hochkommen“, sagt er. Dieser Taucharbeit widmet sich Castellucci derzeit für die Salzburger Festspiele. Vom 4. bis zum 23. August wird hier in sechs Vorstellungen Saint François d’Assise unter der musikalischen Leitung von Maxime Pascal gespielt.
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