• Anmelden
  • Registrieren
Newsletter Stellenmarkt
OPER!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
OPER!
Home Kritiken Aufführungen international

Triumphmarsch im Museum

Die Opéra de Paris präsentiert "Aida" mit Puppenspiel und Kolonialismuskritik

Von Peter Uehling
30. Mai 2021
in Aufführungen international, Kritiken
Lesedauer: 4 mins read
A A
Triumphmarsch im Museum

„Aida“ in Paris (v.l.n.r.): Ksenia Dudnikova, Jonas Kaufmann, Soloman Howard. (Foto: Vincent Pontet)

Schon wieder eine Aida im Museum und mit Puppen. Doch in der neuen Pariser Inszenierung funktioniert es – auch dank des Ausnahme-Ensembles mit Jonas Kaufmann, Sondra Radvanovsky und Ksenia Dudnikova.

Von Peter Uehling

Die italienische Oper ist ein Schema zum Ausdruck der Leidenschaften. Wo und in welcher Zeit sich diese Leidenschaften ereignen, ist der Gattung bis zum Verismo kaum einen Blick wert – und auch dann nur, um fremdartige Reize abzugreifen. In seiner Aida widmet Giuseppe Verdi der Zeit und dem Schauplatz der Handlung einige wenige exotistische Wendungen, ansonsten bleiben alle Opern-Rituale in Kraft. Natürlich haben die phrygischen oder pentatonischen Einschübe, die Verzierungen und ungewöhnlichen Instrumentationsideen in Verdis Melodik und Harmonik schwerlich etwas mit altertümlicher ägyptischer Musik zu tun – was mangels musikalischer Aufzeichnungen auch nicht anders sein kann. Insofern: Wenn Libretto und Musik ihren Begriff von Leidenschaft über Personen des ägyptischen Altertums werfen, von deren Empfindungswelt wir wenig wissen, verfahren sie kolonialisierend. Dort, wo sie sich ins Fremde und Vergangene hineinzuversetzen versuchen, erfinden sie es aus der eigenen, opernhaft geprägten Fantasie heraus.

Die niederländische Regisseurin Lotte de Beer bezieht aus dieser Konstellation das Konzept ihrer Aida-Inszenierung, die am 18. Februar an der Opéra national de Paris vorgestellt wurde. Die Ägypter sind Menschen der europäischen Belle Époque, der ungefähren Entstehungszeit der Oper um 1870. Auf Verdis exotistische Klangrequisiten, wie sie in der Tempelszene des ersten Akts erstmals hörbar werden, reagiert sie mit einer Verlagerung der Handlung in ein Völkerkunde-Museum, wo den champagnertrinkenden Gästen ein neues Schaustück präsentiert wird: ein Streitwagen, schließlich wird eine Kriegsweihe vollzogen. Aus dem Triumphmarsch im zweiten Akt wird eine Folge von Tableaux vivants, in der Siegesbilder aus der Französischen Revolution, aus Napoleons Feldzügen bis hin zur US-Flagge auf Iwojima zitiert werden. Am Ende des Marschs sucht Radamès im Feldherren-Habit des 19. Jahrhunderts in einer ziemlich komischen Szene nach passender Positur und probiert sich mit Axt und Bogen aus, bis er im Schwert das passende Attribut gefunden hat. Amneris empfängt im Boudoir – und damit ist dann ungefähr alles beisammen, was die Herkunft der Oper aus einer Zeit und Gesellschaft beschreibt, die in Sachen Kolonialismus mit erschreckender Brutalität und Rücksichtslosigkeit zu Werke ging und es allenfalls akademisch für nötig hielt, Interesse für die unterjochten Völker aufzubringen.

Jetzt weiterlesen!

Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.

Hier anmelden, wenn Sie bereits Abonnent sind.

Abonnieren

Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!

Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Jetzt entdecken!

Ausprobieren

Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!

Kostenlos lesbar:
Cyrille Dubois: Appetit auf Unbekanntes
Was macht eigentlich… Jane Eaglen
Jetzt registrieren
Tags: AidaJonas KaufmannLotte de BeerOpera de ParisSondra RadvanovskyVerdi
teilenTweetsendensenden

ÄhnlicheBeiträge

Iris

Ein Jubiläum für Kopf, Herz und Zwerchfell

Wexford Festival Opera 2026
Von Hugh Canning
23. Oktober 2026

Seit 75 Jahren wird im irischen Wexford Oper gemacht, und zwar meistens von der raren Sorte. Zum Jubiläum wurden drei...

Siegfried

Brünnhilde lehrt Beten

"Siegfried", Accademia Nazionale di Santa Cecilia - Rom
Von Kai Luehrs-Kaiser
23. Oktober 2026

Wagner und Belcanto – kommt das zusammen? Daniel Hardings Siegfried-Dirigat in Rom macht’s hörbar und bringt den Komponisten an eine...

Lincoln in the Bardo

Fragen von Leben und Tod

"Lincoln in the Bardo", Metropolitan Opera New York
Von Eric Myers
22. Oktober 2026

Uraufführung an der Metropolitan Opera: Missy Mazzolis Lincoln in the Bardo bringt, neben aller Ernsthaftigkeit des Themas, viel Humor, Bühnenmagie...

Tosca

Einstand gelungen

"Tosca", Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Von Guido Krawinkel
20. Oktober 2026

Warum die kuriosen Auftritte und Abgänge? Frank Hilbrich, der neue, selbst Regie führende Intendant in Gelsenkirchen, stellt sich mit Tosca...

Die Meistersinger

Ein Philosophen-Zitat macht noch keine Inszenierung

"Die Meistersinger von Nürnberg", Deutsche Oper am Rhein - Düsseldorf
Von Guido Krawinkel
19. Oktober 2026

In Düsseldorf inszeniert Daniel Kramer Wagners Meistersinger und scheint Nietzsche zu wörtlich genommen zu haben. Szenisch ist der Abend verunglückt,...

Il viaggio a Reims

Irgendwas stimmt hier doch nicht

"Il viaggio a Reims", Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Von Franziska Stürz
18. Oktober 2026

Inszenierungen von Rossinis Il viaggio a Reims können schnell klamaukig werden. Für das Gärtnerplatztheater hat Regisseur Dirk Schmeding einen echten...

  • Kontakt
  • FAQ: Häufige Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Verpackungs- und Versandkosten
Vertrag widerrufen
Mit der OPER! App haben Sie die gesamte Welt der Oper in der Tasche.

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Ok

Neues Benutzerkonto erstellen

Füllen Sie das Formular aus, um sich zu registrieren

Alle Felder sind erforderlich. Anmelden

Passwort wiederherstellen

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung!


Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • SHOP | ABO
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • OPER! AWARDS
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Warenkorb

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?