Uraufführung an der Metropolitan Opera: Missy Mazzolis Lincoln in the Bardo bringt, neben aller Ernsthaftigkeit des Themas, viel Humor, Bühnenmagie und großartige Darsteller mit. Nur was fehlt?
Von Eric Myers
![]()
Seit Ankündigung der Uraufführung von Lincoln in the Bardo an der Metropolitan Opera für den 19. Oktober war die Vorfreude beständig gewachsen, zählen Komponistin Missy Mazzoli und ihr Librettist Royce Vavrek doch zu den führenden aktiven Opernschöpfern, und ihre bahnbrechenden Arbeiten werden von Publikum und Kritik in der Regel mit großer Wärme aufgenommen. Lincoln in the Bardo (deutsch: Lincoln im Bardo), ein Bestsellerroman des Schriftstellers George Saunders aus dem Jahr 2017, bot zudem ideales Opernmaterial. Er ist alles andere als konventionell, geschrieben in der Form eines Theaterskripts und von Einschüben aus historischen Quellen durchsetzt. Und er spielt überwiegend auf einem Friedhof, der als Zwischenwelt zwischen dem Reich der Toten und dem der Lebenden dient – eben dem „Bardo“, dem Raum zwischen Tod und Wiedergeburt der tibetisch-buddhistischen Lehre.
Jetzt weiterlesen!
Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.
Abonnieren
Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Ausprobieren
Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!Kostenlos lesbar:









