Warum die kuriosen Auftritte und Abgänge? Frank Hilbrich, der neue, selbst Regie führende Intendant in Gelsenkirchen, stellt sich mit Tosca vor: Die ist ebenso szenisch reduziert wie musikalisch eine Wucht.
Von Guido Krawinkel
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So ist das mit den Regisseuren: Sie wollen – und sollen – eine eigene Handschrift zeigen, ein individuelles Profil entwickeln und neue Aspekte eines Stoffes offenlegen. Das tut auch Frank Hilbrich, der mit Tosca bei seinem Regie-Einstand als neuer Intendant des Hauses einerseits auf ein sicheres Konzept setzt, andererseits eine markante eigene Lesart einbringt. Am Ende etwa lässt er die Titelheldin nicht Selbstmord begehen; ihr im Libretto angekündigter Tod wird nur angedeutet, indem ein freischwebendes Dachelement der Kulisse mit einem großen Loch in der Mitte auf sie herabstürzt und ihr gleichzeitig Scarpias Häscher auf den Fersen sind. War das vielleicht die Ursache dafür, dass sich vereinzelte Buh-Rufe in den Jubel mischten?
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