In Würzburg wird Verdis früher Opern-Geniestreich Nabucco zur Farce. Die Grundidee ist allerdings alles andere als lustig und so alt wie die Tatsache, dass viele Menschen meist nur Verfügungsmasse für einige wenige sind. Sind wir alle Teil eines großen Schachspiels?
Von Stephan Schwarz-Peters
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Die realen Horrorclowns der Macht: Welche Bühnenkunst könnte sie übertreffen? Der eine verwandelt seinen Amtssitz in ein goldüberzogenes, aber moralisch bankrottes Scheißhaus der Kleptokratie und verkauft das letzte bisschen Reputation für Diesel, der andere stürzt, getrieben von Zerstörungslust und sowjetnostalgischen Allmachtsfantasien, die Welt in Krieg und Chaos, und neben ihnen reihen sich James-Bond-Bösewichte, die die Menschheit entweder auf den Mars jagen oder durch Killertechnologie vernichten möchten (grob gesagt). Zugegeben, daneben wirkt die szenische Versuchsanordnung, die sich Alicia Geugelin für ihre Würzburger Nabucco-Inszenierung ausgedacht hat, wie ein harmloser Scherz.
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