Waltraud Meier

Foto: Nomi Baumgartl

Titelinterview

»Ich kann sehr gut ohne Oper leben«

Orest empfängt friedlich, Klytämnestra lebt auch noch. Nein, kein Regietheater, nur zu Hause bei Waltraud Meier und ihrem schwarzen Kater. Dort aber wird gearbeitet. An der Ortrud. Zwei Jahre, nachdem sie den großen Rollen Adieu gesagt hat, muss der Würzburger Weltstar diesen Festspielsommer noch ein persönliches Bayreuth-Kapitel beschließen. Darüber, über die Lust an der Verführung und die noch größere Lust, nicht mehr so viel tun zu müssen, spricht sie im Interview.

 

 

Ulrich Ruhnke, OPER!-Herausgeber und Chefredakteur
(Foto: Simon Pauly)

Editorial

Behauptung und Durchsetzung des Willens

Die Generalprobe des neuen Macbeth an der Berliner Staatsoper mit Anna Netrebko und Plácido Domingo fand unüblich früh statt. Der Grund: Die Eröffnung der Fußball-WM in Russland, an der beide beteiligt waren. Soll man einem Staatsmann wie Putin den roten Teppich veredeln und die Konzentration auf eine Neuproduktion dafür so jäh unterbrechen? Regisseur Harry Kupfer hatte sich mit den Terminvorgaben seiner Hauptrollensänger wohl einfach abzufinden, und versuchte danach in seiner Arbeit eine Anklage der Macht und der Gier. 

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Asmik Grigorian
(Foto: Rokas Baltakys)

Interview

»Lieber schwere Sachen«

Von den schweren Verdi- und Puccini-Partien hat sie einige im Gepäck, die Wagner-Angebote indes hat sie bisher immer abgelehnt. Nun steht für Asmik Grigorian das Salome-Debüt bei den Salzburger Festspielen an. Warum sie sich nicht als gute Schauspielerin sieht und daher fast keine Repertoirevorstellungen singt, erzählt sie im OPER!-Interview.

 

Zur Rubrik Menschen

Plácido Domingo als Macbeth, Anna Netrebko als Lady
(Foto: Bernd Uhlig)

Tops & Flops

Gerangel der Mächtigen

Mit Rossinis Il viaggio a Reims und Verdis Macbeth brennen die Deutsche Oper sowie die Staatsoper Berlin kurz vor Saisonende noch einmal ein wahres Sängerfeuerwerk ab: einmal in Luxus-Starbesetzung und einmal mit frischen, jungen Stimmen.

zur Rubrik Scout

Fromental Halévy: La reine de Chypre
CD des Monats

Scout

Chapeau!

Der Palazzetto Bru Zane küsst mit dieser Aufnahme die in Vergessenheit geratene Oper La reine de Chypre von Fromental Halévy wieder wach. Bestechend vor allem das spezifische Timbre des Falcon-Soprans von Véronique Gens. Ein hochwertiges Buch mit Aufsätzen und Libretto rundet diese glänzende Aufnahme ab.

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zur Rubrik Scout

John Osborn und Ermonela Jaho
(Foto: Matthias Baus)

Tops & Flops

Hoffmann im Guckkasten

Tobias Kratzer inszeniert Offenbachs Les contes d’Hoffmann an De Nationale Opera Amsterdam in Schachtel-Optik. Carlo Rizzi treibt mit rasanten Tempi das Rotterdam Philharmonic Orchestra durch die Partitur und liefert zusammen mit dem exzellenten Sängerensemble ein musikalisches Highlight.

zur Rubrik Scout