Kurz und knapp, ansprechende Musiksprache, das Sujet mythisch, makaber, emotionsgeladen: Francesco Filideis neue Oper Accabadora hat gute Zutaten, auch wenn sich nicht alles mischen will.
Von Eleonore Büning
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Kein Vorhang. Als das Publikum eingelassen wird ins Théâtre du Jeu de Paume, hat die Geschichte schon angefangen. Sechs alte Frauen weben und wirken auf der Bühne an drei Flickenteppichen. Senkrecht bis hoch in den Schnürboden ragen die Webstühle. Sind das die Nornen?
Feines Geklapper grundiert das Tun der grauslichen Weiber, vereinzelt tönen Glöckchen dazwischen, auch ein Scharren, Schnaufen, Rauschen. Kommt das etwa schon aus dem Graben? Da taucht, während es lauter und hell wird im Orchester, eine siebte Frau auf. Sie ist jung, offenbar schwanger, kommt auch gleich, ratzfatz, vorne an der Rampe, nieder. Ein Wiegenlied ertönt aus dem Off. Seltsame Dinge tragen sich zu.
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