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Home Kritiken Aufführungen international

Schafsäugig vor Glück tot umfallen

"Cefalo e Procride", Musikfestival Potsdam Sanssouci

Von Kai Luehrs-Kaiser
27. Juni 2026
in Aufführungen international, Kritiken
Lesedauer: 4 mins read
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Cefalo e Procride

"Cefalo e Procride", Musikfestspiele Potsdam Sanssouci: Yuriy Mynenko (Cefalo), Jiayu Jin (Procride). (Foto: Stefan Gloede I Musikfestspiele Potsdam Sanssouci)

Dem Musikfestival Potsdam Sanssouci gelingt mit Giovanni Bononcinis Cefalo e Procride die Ausgrabung eines Kleinods – nicht zuletzt dank zweier großartiger Sänger.

Von Kai Luehrs-Kaiser

 

Giovanni Bononcini, das ist der, von dem Händel sein „Ombra mai fu“ bezog. Denn eigentlich hat Händel die Melodie mehr oder weniger abgeschrieben, nachdem er sie – bei seinem Italien-Aufenthalt – in Bononcinis Oper Xerse entdeckt hatte. No big deal! Gute Künstler kopieren, große Künstler stehlen, so hat Picasso gesagt. Bononcini vermochte etwas, zu dem Händel nicht sonderlich gut aufgelegt war: langsame Arien schreiben. Verinnerlichte, meditative Titel also, die eine Auszeit vom Dauerfeuerwerk des Hochbarock fordern. Er stellt darin bis heute eine Ausnahme innerhalb der Barockmusik dar. Und zwar kaum irgendwo schöner als in der nahezu komplett unbekannten Pastorale Cefalo e Procride von 1702.

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Tags: Bernhard ForckCefalo e ProcrideGiovanni BononciniJiayu JinMichiel DijkemaMusikfestival Potsdam SanssouciYuriy Mynenko
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