Ganz ohne Bühne, Kostüme und Regieanweisungen: Konzertante Vorstellungen können die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche konzentrieren. So wie bei dieser Clemenza di Tito beim Mozartfest Würzburg.
Von Bernd Zegowitz
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Als „una porcheria tedesca“, also eine deutsche Sauerei, soll die Kaiserin Maria Louisa Mozarts La clemenza di Tito bezeichnet haben. Dieses Gerücht ist zwar erst seit 1871 nachweisbar, doch dass sie die anlässlich der Krönung ihres Gemahls zum böhmischen König am 6. September 1791 komponierte Oper wenig geschätzt hat, geht auch aus einem ihrer Briefe hervor, den sie unmittelbar nach der Uraufführung schrieb: „Die große Oper war keine große Sache und die Musik sehr schlecht, so dass wir fast alle geschlafen haben.“ Im Kaisersaal der Würzburger Residenz ist der Adel zum Schweigen verbannt, auch wenn er in den Deckenfresken Giovanni Battista Tiepolos gefeiert wird.
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