So schade wäre es gewesen, wenn nicht! Sechs Jahre nach der Covid-Strichfassung holen die Salzburger Festspiele Christof Loys komplette Così fan tutte nach. Das Ergebnis zeigt, warum das richtig ist.
Von Franziska Stürz
Wer an diesem Salzburger Premierenabend zielstrebig auf das Haus für Mozart zusteuerte, stand vor verschlossenen Türen – und wurde freundlich daran erinnert, dass Così im Großen Festspielhaus gegeben wird. Stimmt ja, Christof Loy hatte vor sechs Jahren so etwas wie eine Wette mit Markus Hinterhäuser abgeschlossen. Es war Corona-Zeit. Abstandsregeln, begrenzte Dauer, Maskenpflicht. Loys Salzburger Neuinszenierung überzeugte bereits damals schon in der Strichfassung, ebenso wie das Dirigat von Joana Mallwitz und die Leistung des Solistenensembles, aber vollständig ist die lupengenaue, voll auf die Sängerdarsteller fixierte und nah an der breiten Bühnenrampe spielende Interpretation von Così fan tutte erst bei den diesjährigen Salzburger Festspielen zu erleben.
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