Dmitri Tcherniakov und Gianandrea Noseda bringen am Opernhaus Zürich drei kurze Opern zusammen, die außer ihrem Komponisten Sergej Rachmaninow nur eine zentrale Baritonpartie gemeinsam haben – ein Durchhaltetest, den Vladislav Sulimsky großartig bewältigt.
Von Tobias Gerosa
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„Altersresidenz“ steht auf der Bühne, nachdem es im Opernhaus schlagartig und ohne den üblichen Auftrittsapplaus dunkel wurde. Dabei geht es doch um die Liebe eines Bürgerlichen zu einer Roma, um eine mittelalterliche Erbgeschichte und eine Episode aus Dantes „Inferno“ in den drei Einaktern, die Sergej Rachmaninow als junger Mann schrieb: Aleko nach einem Gedicht Puschkins war seine Abschlussarbeit am Konservatorium; rund zehn Jahre später (aber vor seinen bekannten Sinfonien oder Konzerten) widmete er sich dann Skupoi Rytsar, dem geizigen Ritter, ebenfalls nach Puschkin, und Dantes Francesca da Rimini. Man glaubt, den Jahrhundertwechsel zu hören, der zwischen den Stücken liegt. Atmet die Partitur des Aleko von 1893 noch viel russische Romantik à la Tschaikowsky, flirren die beiden späteren Stücke orchestral viel mehr, wird die Instrumentation eigenwilliger und interessanter, die Moderne steht vor der Tür.
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