Von der deutschen Kritik wird Regisseur David McVicar kaum geschätzt. Zu Unrecht? Seine Turandot für Glasgow und Edinburgh ist beziehungsreich und visuell ansprechend.
Von Hugh Canning
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Seit seinem Durchbruch 1996 mit einer Idomeneo-Inszenierung für die Scottish Opera – eine Low-Budget-Produktion in von ihm selbst entworfenen Bühnenbildern und Kostümen – hat der britische Regisseur David McVicar einige seiner besten Arbeiten für die in Glasgow ansässige Compagnie geschaffen: La traviata, Pelléas et Mélisande, Madama Butterfly, Il trittico und Falstaff haben ihm allesamt in seiner schottischen Heimat eine Form der Anerkennung eingetragen, die ihm im deutschsprachigen Raum weitgehend versagt geblieben ist. In Interviews hat er sich selbstironisch als einen neuen Zeffirelli bezeichnet. In New York, immerhin, ist er damit gut angekommen: Unter Peter Gelb wurde er wiederholt eingeladen, an der Metropolitan Opera zu inszenieren, mehrere dieser Produktionen wurden auch international in Kinos übertragen.
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