Lortzings Zar und Zimmermann ist längst nicht mehr der Repertoireklassiker, der er einmal war. Zum Komponistenjubiläum bringt die Deutsche Oper Berlin eine Neuinszenierung. Lohnt der Versuch?
Von Georg Kasch
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Man hat schon fast aufgegeben, daran zu glauben, dass an dieser nahezu vergessenen Spieloper auch nur irgendetwas dran ist, da kommt nach der Pause die Chorprobenszene. Bürgermeister van Bett will dem vermeintlich enttarnten Zaren imponieren und studiert die eigens verfasste (und entsprechend schlichte) Kantate „Heil sei dem Tag“ ein. Selbstherrlich singt er sie dem Chor vor. Aber das Volk macht den Eulenspiegel und wiederholt selbst das „Dideldum“, das van Bett für das Orchesterzwischenspiel intoniert. So richtig kommt er erst in die Gänge, als van Bett sich heraushält.
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