Profi-Repertoire, gespielt von Kindern und Jugendlichen: Im Kinderopernorchester des Opernhaus Zürich bekommt der Nachwuchs eine ganz große Bühne. Das versteht sich nicht nur als Bildungsauftrag einer traditionellen Kulturinstitution, sondern auch als Brücke zur jüngeren Generation.
Von Corina Kolbe
Im Opernhaus Zürich liegt spürbare Spannung in der Luft, nach und nach kommen junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne. Beifall brandet auf, auch Jubelrufe sind zu vernehmen. Das neugegründete Kinderopernorchester, das am Pfingstmontag erstmals öffentlich aufgetreten ist, muss sich um seine Fangemeinde wohl keine allzu großen Sorgen machen. Auf dem Programm steht anspruchsvolles Repertoire, das am Haus sonst von erfahrenen Profis gespielt wird: Auszüge aus George Bizets Oper Carmen und Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel. Die rund 80 Orchestermitglieder im Alter zwischen acht und 15 Jahren sind hochkonzentriert bei der Sache, zehn Monate lang haben sie sich auf diesen besonderen Moment vorbereitet. Das Opernhaus arbeitet hier eng mit 35 Musikschulen aus allen Teilen des Kantons Zürich zusammen. Ziel ist, sich als traditionelle Kulturinstitution weiter mit der Gesellschaft zu vernetzen, die musikalische Bildung zu unterstützen und Brücken zu jüngeren Generationen zu schlagen.
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