Anita Rachvelishvilis Hausdebüt am Teatro Real in Madrid war lange verzögert, lange erwartet. Eine Stimmkrise katapultierte den Super-Mezzo 2021 von den internationalen Bühnen. Nun ist Rachvelishvili zurück – und überrascht auf eine Weise, die kaum jemand erwartet hätte.
Von Pablo L. Rodríguez
![]()
Es ist gar nicht so sehr lange her – im Dezember 2018 – als Riccardo Muti in den Spalten der New York Times Anita Rachvelishvili zur besten Verdi-Mezzosopranistin der Welt erklärte. Danach – Stille. Eine Stimmkrise nach der Geburt ihres ersten Kindes 2021, die vor allem das hohe Register betraf, veranlasste die Metropolitan Opera, sämtliche Verträge mit Rachvelishvili aufzulösen. Es folgte eine Kettenreaktion von Absagen in ihrem internationalen Terminkalender. Die georgische Sängerin, die als Azucena in London, Berlin, München, Paris und New York triumphiert hatte, verschwand auf dem Höhepunkt ihrer Karriere von den großen Bühnen.
In diesen Tagen nahm die Geschichte am Teatro Real in Madrid eine Wendung: Rachvelishvili hatte zuvor noch nie in Madrid gesungen, ein für 2021 geplanter Auftritt war abgesagt worden. Ihre jetzige Azucena, in der zweiten der vier Besetzungen von Il trovatore, wurde zu weit mehr als einem lange aufgeschobenen Hausdebüt – sie markierte vielmehr Rachvelishvilis Rückkehr zu dieser Verdi-Partie, und zwar offensiv, durch die Vordertür.
Jetzt weiterlesen!
Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.
Abonnieren
Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Ausprobieren
Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!Kostenlos lesbar:









